Ein dritter Fall von H5-Vogelgrippe wurde in der Region Wellington bestätigt, nachdem ein Riesenpetrel tot an einem abgelegenen Strand in der Region Wairarapa gefunden wurde. Der Vogel wurde von einem Ranger des Department of Conservation (DOC) in der Nähe von Cape Palliser entdeckt, der das Ministerium für Primäre Industrien (MPI) umgehend alarmierte. Erste Tests an Proben, die am 14. August gesammelt wurden, zeigten niedrige Mengen an Influenzavirus, aber weitere Testrunden waren erforderlich, um die Anwesenheit von Vogelgrippe zu bestätigen.
Laut der Chefveterinärin des MPI, Mary van Andel, war der Nachweis eines weiteren infizierten Vogels nicht unerwartet. Sie betonte, dass jeder neue Fall zwar besorgniserregend ist, aber mit dem bestehenden Wissen über die Bewegung infizierter Seevögel aus dem Südlichen Ozean in die neuseeländischen Gewässer übereinstimmt. Van Andel stellte fest, dass Meeresvögel häufig lange Strecken zurücklegen und oft nach Neuseeland zurückkehren.
Trotz der Bestätigung dieses dritten Falles bekräftigte sie, dass es derzeit keine Anzeichen für eine Ausbreitung des Virus innerhalb der Wildtiere oder der Hausgeflügelpopulation Neuseelands gibt. Die Lebensmittelsicherheit bleibt unberührt, so Van Andel, der der Öffentlichkeit versicherte, dass Hühner und Eier weiterhin sicher zu konsumieren sind. Es gibt keine Einschränkungen für die Geflügelzucht oder Eierproduktion, noch gibt es gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit dem Verzehr von Fleisch oder Milchprodukten. Das MPI hat nach dieser jüngsten Erkennung keine zusätzlichen Warnungen oder Empfehlungen im Zusammenhang mit der Lebensmittelsicherheit herausgegeben. Der Prozess der Identifizierung der Infektion begann mit dem DOC-Ranger, der den toten nördlichen Riesenpetrel meldete.
Die Proben wurden an das MPI Tiergesundheitslabor geschickt, wo mehrere Tests erforderlich waren, um die Anwesenheit des Virus zu bestätigen. Dies unterstreicht die Komplexität der Diagnose der Aviären Influenza bei Wildvögeln, insbesondere wenn die ersten Ergebnisse nicht schlüssig sind. Van Andel forderte die Öffentlichkeit auf, alle Sichtungen von kranken oder toten Vögeln sofort an das MPI zu melden. Sie betonte, wie wichtig es ist, solche Vögel nicht zu handhaben oder zu bewegen, da dies möglicherweise das Virus verbreiten oder die offiziellen Untersuchungen beeinträchtigen könnte. Stattdessen werden die Einzelpersonen ermutigt, detaillierte Informationen über den Standort und den Zustand der betroffenen Vögel bereitzustellen.
Nach der Meldung wird das MPI beurteilen, ob Probenahme und Tests erforderlich sind. Die laufende Überwachung der Seevogelpopulationen ist entscheidend für die Verfolgung der Ausbreitung der Vogelgrippe. Da Migrationsmuster infizierte Vögel aus entfernten Regionen mitbringen, bleibt das Risiko zukünftiger Erkenntnisse hoch. Die Abwesenheit einer lokalen Übertragung unter Geflügel und Wildtieren deutet jedoch darauf hin, dass die derzeitigen Eindämmungsmaßnahmen wirksam sind. Die Behörden arbeiten weiterhin eng mit Naturschutzbehörden und anderen Interessengruppen zusammen, um die Situation zu überwachen. Öffentliche Sensibilisierungskampagnen werden verstärkt, um sicherzustellen, dass die Bürger verstehen, wie sie reagieren müssen, wenn sie potenziell infizierten Vögeln begegnet sind.
Der Fokus liegt weiterhin auf der Früherkennung und schnellen Reaktion, um mögliche Ausbrüche zu verhindern. Die jüngste Bestätigung unterstreicht die Notwendigkeit von Wachsamkeit und Zusammenarbeit zwischen Regierungsbehörden und der Öffentlichkeit. Mit fortschreitender Saison und der Rückkehr von mehr Seevögeln in Küstengebiete steigt die Wahrscheinlichkeit, dass infizierte Individuen auftreten.
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