Drei Löwen im Tama Zoological Park in Tokio starben nach Angaben eines Sprechers des Parks an einem vermuteten Hitzschlag, da Japan einen der heißesten Sommer seiner Geschichte erlebt hatte. Der Zoo bestätigte, dass zehn seiner sechzehn Löwen seit Mitte Juli Anzeichen von Stress gezeigt hatten, darunter Appetitlosigkeit und verminderte Aktivität. Drei Löwinnen im Alter von drei, elf und fünfzehn Jahren starben in der vergangenen Woche, wobei die jüngste am Dienstag, die mittleren im Alter am Freitag und die älteste am Sonntag erlag.
Ein Sprecher des Zoos erklärte, dass die Tierärzte die Todesursache wahrscheinlich durch einen Hitzschlag ermittelt hätten, wobei Dehydrierung und Versagen mehrerer Organe als Faktoren genannt wurden. Sie stellte fest, dass die Bedingungen in Japan aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit deutlich von denen in Afrika abweichen. Dieser Faktor, kombiniert mit dem plötzlichen Auftreten intensiver Hitze nach dem Ende der Regenzeit Ende Juli, stellte eine einzigartige Herausforderung für das Zoopersonal dar.
Diese Bemühungen zielen darauf ab, die verbleibenden Löwen zu stabilisieren, von denen viele weiterhin medizinische Hilfe erhalten. Der Sprecher betonte, dass die Situation die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Anpassung an zunehmend schwere Wetterbedingungen unterstreicht, eine Sorge, die sowohl von Tierpflegefachleuten als auch von Klimawissenschaftlern geteilt wird. Die Tierrechtsorganisation PETA kritisierte die Umstände rund um die Todesfälle der Löwen und beschrieb die Tiere als in Gefangenschaft gelebt, denen die Freiheit und die Umweltreize, die für ihr Wohlbefinden unerlässlich sind, entzogen wurden. Die Gruppe verurteilte Zoos, weil sie Unterhaltung und finanziellen Gewinn über die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere in ihrer Obhut stellen.
PETA's Kommentare spiegeln die größere Besorgnis über die ethischen Auswirkungen wider, wenn große Raubtiere in geschlossenen Räumen gehalten werden, insbesondere unter extremen klimatischen Bedingungen. Die Auswirkungen der Hitzewelle erstreckten sich über die Wildtiere hinaus. Laut offiziellen Daten suchten fast 18.600 Personen zwischen dem 20. und 26. Juli medizinische Hilfe wegen Hitzeschlag, wobei 45 Todesfälle auftraten, bevor sie stabilisiert werden konnten. Japan registriert jedes Jahr etwa 1.300 hitzebedingte Todesfälle, und die Beamten haben sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren.
Klimaexperten schreiben den Anstieg der extremen Hitzeereignisse der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung zu und weisen darauf hin, dass solche Bedingungen auf der ganzen Welt immer häufiger und intensiver werden. Die Auswirkungen der steigenden Temperaturen haben auch die lokale Kultur und Veranstaltungen beeinflusst.
Während der Zoo weiterhin die Gesundheit der überlebenden Löwen überwacht und weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreift, erinnert der Vorfall stark daran, mit welchen Herausforderungen sowohl Menschen als auch Tiere bei der Anpassung an ein sich veränderndes Klima konfrontiert sind.
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