Das Sümela-Kloster, das 300 Meter über dem Talboden im Altındere Nationalpark liegt, ist ein Beweis für Ausdauer und Hingabe. Die Reise beginnt mit einem scheinbar einfachen Weg durch Buchen und entlang eines Flusses, wird aber bald schwierig, da der Weg sich verengt und das Gelände steil wird. Der letzte Aufstieg führt zu einem Komplex aus Ocker und grauem Stein, der mit der Felswand verschmolzen ist, einer Struktur, die diesen Ort seit dem 4. Jahrhundert einnimmt.
Der Aufstieg zum unteren Tor des Klosters ist bewusst schwierig, mit Stufen, die in den Hügel geschnitzt sind, die unter dem Nebel des Berges glatt werden. Wenn die Kletterer ankommen, sind sie atemlos, absichtlich. Diese Schwierigkeit ist nicht nur physisch, sondern symbolisch. Sümela war nie bequem. Es wurde für Gott gebaut, nicht für die Leichtigkeit. D. 386 von zwei athenischen Mönchen, Barnabas und Sophronios, die einer Vision der Jungfrau Maria zu dieser abgelegenen Klippe in den Pontic Mountains folgten. Die Vision führte sie zu einer Ikone der Jungfrau Maria, die traditionell dem Apostel Lukas zugeschrieben wird und die angeblich auf wundersame Weise an der Stelle angekommen ist.
Der Bau von Sümela erforderte enorme menschliche Anstrengungen. Ohne Straßen mussten Steinblöcke an den Hängen hochgezogen werden. Die Arbeiter verwendeten auf dem vertikalen Felsen befestigte Gerüste, um die Oberflächen zu verputzen und zu lackieren, die sich in den leeren Raum darunter erstreckten. Ein ausgeklügeltes Entwässerungssystem aus Kanälen und Dachböden wurde entwickelt, um das Wasser von der Felswand abzulenken und das Innere des Klosters zu schützen.
Die Hauptfelskirche ist direkt in die Bergwand geschnitten, ihre Wände sind mit Fresken aus dem 9. bis 19. Jahrhundert geschmückt. Aufeinanderfolgende Generationen von Malern fügten dieser visuellen Chronik hinzu und schufen Schichten künstlerischen Ausdrucks, die die wechselnden Epochen der Existenz des Klosters widerspiegeln. Sümela wurde auch tief mit dem Reich von Trabzon verbunden, das von 1204 bis zur osmanischen Eroberung im Jahr 1461 einen Großteil der Region beherrschte.
Das Kloster wurde von den Osmanen erobert, und nach der Eroberung von Trabzon im Jahre 1461 wurde das Kloster weiterhin geöffnet. Die osmanischen Sultane gewährten ihm verschiedene Rechte und Privilegien, um sicherzustellen, dass die Mönchsgemeinschaft intakt blieb.
Diese Widerstandsfähigkeit ist zentral für die Identität des Ortes; es ist die Essenz von Sümela. 1923 beendete der Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei die jahrhundertealte Mönchsgemeinschaft des Klosters. Nach dem Austausch wurde Sümela evakuiert und als funktionierende religiöse Institution aufgegeben. 1931 wurden seine Ikonen und heiligen Objekte in das Benaki-Museum in Athen überführt und später in das Neue Sümela-Kloster in Veria, Griechenland, verlegt.
Seitdem wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten unternommen, die die Lage stabilisierten und es den Besuchern ermöglichten, einen Großteil der Stätte wieder zu besichtigen. 2010 erreichte der Prozess der Restaurierung und Erhaltung Sümelas eine neue Stufe, die sicherstellt, dass dieses alte Denkmal weiterhin als Symbol des Glaubens und der Ausdauer steht.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden