Ein giftiger Meeresorganismus, der als portugiesischer Kriegsmann bekannt ist, hat die Schließung mehrerer Strände entlang der Küsten Frankreichs und Portugals erzwungen, was Bedenken hinsichtlich seiner möglichen Ausbreitung in das Adriatische Meer aufkommen lässt.
Es ist leicht erkennbar an einer gasgefüllten Blase, die über der Wasseroberfläche schwimmt und typischerweise in Farben von blau bis lila oder rosa erscheint. Diese schwimmende Struktur ähnelt einem kleinen Ballon, einer Plastikblase oder sogar einer Plastiktüte, was es für Schwimmer leicht macht, sie zu übersehen. Die größte Gefahr liegt jedoch unter der Oberfläche. Lange, dünne und fast unsichtbare Tentakeln erstrecken sich von dem schwimmenden Körper aus, die jeweils mit giftigen Zellen, sogenannten Cnidozyten, gefüllt sind. Diese Tentakeln können durchschnittlich bis zu zehn Meter lang sein, wobei einige Längen von bis zu fünfzig Metern erreichen.
Das Gift, das in diesen Strukturen enthalten ist, enthält starke Neurotoxine, die sofortige und intensive Schmerzen verursachen können, vergleichbar mit dem Verbrennen durch heißes Metall oder wiederholtem Stichen mit Nadeln. Als Reaktion auf die jüngsten Sichtungen haben die Behörden mehrere beliebte Strände in Südfrankreich geschlossen, darunter Gebiete rund um Biarritz, Anglet und Bidart im Departement Landes. Ähnliche Schließungen wurden entlang der portugiesischen Küste gemeldet.
Die betroffene Haut sollte mit Meerwasser oder warmem Wasser um 45 Grad Celsius gespült werden. In einigen Fällen wird Essig als vorübergehende Hilfe empfohlen. Es ist entscheidend, Süßwasser, Alkohol zu vermeiden oder den betroffenen Bereich mit einem Handtuch zu schleifen, da diese Aktionen eine zusätzliche Freisetzung von Toxinen aus inaktiven Knidozyten auslösen können. Wenn sichtbare Tentakelfragmente auf der Haut verbleiben, sollten sie sorgfältig mit Pinzette, Handschuhen oder dem Rand einer starren Plastikkarte entfernt werden.
Auch portugiesische Kriegsmänner, die an Land gespült werden, können eine Bedrohung darstellen, da ihre Tentakel tagelang oder sogar wochenlang giftig bleiben können. Die Anwesenheit dieser Art wurde in den letzten zwei Jahrzehnten zunehmend an den europäischen Küsten beobachtet, obwohl ihr typischer Lebensraum tropische und subtropische Regionen des Atlantischen, Indischen und Pazifischen Ozeans ist. Regelmäßige Sichtungen wurden vor den Küsten Portugals, Spaniens, insbesondere der Kanarischen Inseln, der Bucht von Biskaya und Südwestfrankreichs registriert. Experten vermuten, dass die Anwesenheit des portugiesischen Kriegsmannes im Adriatischen Meer zwar selten ist, aber nicht unmöglich ist.
Einzelne Exemplare und kleinere Kolonien wurden bereits in der Nähe der Balearen, Südfrankreichs, Korsikas, Sardiniens, Sizilien, Maltas und im Ionischen Meer entdeckt.
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