Der Korridor, der zwischen den beiden Ländern liegt, würde dem Iran eine größere Kontrolle über die Wasserstraße gewähren. Die Vereinigten Staaten waren nicht an dem Deal beteiligt und haben sich noch nicht öffentlich geäußert. Das Abkommen, das angeblich mit Hilfe technischer und geografischer Koordinaten abgeschlossen wurde, zielt darauf ab, eine strukturiertere Passage für Handelsschiffe durch den strategischen Chokepoint zu schaffen. Die vorgeschlagene Route würde es Schiffen ermöglichen, die die Meerenge über iranische Hoheitsgewässer betreten, einem nördlichen Weg zu folgen, bevor sie in das offene Meer gehen.
Umgekehrt könnten die zurückkehrenden Schiffe eine südliche Route durch die omanischen Gewässer nehmen. Diese Vereinbarung würde es beiden Nationen ermöglichen, Einfluss auf den Seeverkehr auszuüben und möglicherweise das Kräfteverhältnis in der Region zu verändern. Nach Angaben des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, garantiert das Abkommen nicht die vollständige Sicherheit für alle Schiffe, die durch die Meerenge fahren.
Während die Einzelheiten des aktuellen Abkommens mit Oman unbekannt bleiben, gibt es Hinweise darauf, dass finanzielle Gebühren für die Durchfahrt in Betracht gezogen werden könnten. Diese Details wurden von beiden Seiten während der ersten Diskussionen nicht bestätigt. Analysten schlagen vor, dass das Abkommen das iranische Regime erheblich stärken könnte. Eine Korrespondentin des deutschen öffentlichen Rundfunks ARD, Katharina Willinger, stellte fest, dass der Erfolg dieses Modells den Iran finanziell und politisch stärken könnte. Sie wies darauf hin, dass sich das Abkommen ausschließlich auf die Öffnung der Straße von Hormuz konzentriert, anstatt breitere Probleme wie das Atomprogramm des Iran oder seine Raketenkapazitäten anzugehen.
Wenn die Straße implementiert wird, könnte sie offiziell unter der Kontrolle des Korps der Islamischen Revolutionsgarden des Iran stehen, was eine große Verschiebung in der regionalen Dynamik bedeutet. Die US-Regierung hatte zuvor jedes Abkommen ausgeschlossen, das dem Iran die Kontrolle über die Straße einräumen würde. Trump bekräftigte seine Haltung und erklärte, dass er dem Iran und Oman nicht erlauben würde, auf vorbeifahrende Schiffe Mautgebühren zu erheben.
Vance betonte die laufenden Gespräche zwischen dem Iran und Oman über die Protokolle für die sichere Durchfahrt und stellte fest, dass der Iran bereits zu Beginn des Konflikts Minen gelegt hatte, was die Bemühungen um eine sichere Schifffahrt erschwerte. Er erkannte die jüngsten Fortschritte an, betonte aber, dass der Prozess noch lange nicht abgeschlossen sei. Oman hat Vertrauen in die Gespräche ausgedrückt und sie als konstruktiv bezeichnet. Das Land warnte vor Handlungen, die die Verhandlungen oder frühere Errungenschaften gefährden könnten. Trotz dieser Zusicherungen bleiben die Einzelheiten der Abkommen vertraulich. Die Gespräche zwischen dem Iran und Oman werden fortgesetzt und konzentrieren sich auf die Schaffung eines nachhaltigen Rahmens für die Seefahrt durch die Meerenge.
Die jüngsten Vorfälle, wie der Beschuss eines Schiffes in der Nähe der Küste Omans, unterstreichen die anhaltenden Risiken und Komplexität der kritischen Wasserstraße der Region.
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