Es wurde festgestellt, dass Drohnen der britischen Royal Navy, die mit Überwachungskameras ausgestattet sind, Daten an eine IP-Adresse in China übertragen, was ernsthafte Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Integrität der Lieferketten für militärische Technologie aufwirft. Die K3 Scout-Drohnen, die von den Royal Marines betrieben werden, wurden entdeckt, dass sie sogenannte "Heartbeat"-Kommunikation, Signale, die bestätigen, dass die Kameras online und funktionieren, an einen Ort in China senden. Diese Enthüllung hat das Verteidigungsministerium veranlasst, die Kameras von der Internetverbindung zu trennen, obwohl Beamte leugnen, dass sensible militärische Daten ausgesetzt oder ins Ausland übertragen wurden.
Der Vorfall hat die Überprüfung verstärkt, wie sicher Großbritanniens Verteidigungssysteme gegen ausländische Einmischung sind, insbesondere von China, das die globale Technologieproduktion dominiert. Die K3 Scout-Drohnen, Teil einer Flotte von 12 Millionen Pfund, die von der britischen Verteidigungsunternehmerin Kraken Technology Group geliefert wurde, wurden im März 2026 eingesetzt. Sie werden hauptsächlich für Überwachungs- und Aufklärungsmissionen verwendet, oft in Verbindung mit Spezialeinheiten wie dem Special Boat Service.
Die Kommunikation bezog sich nicht auf operative Daten, sondern auf die Bestätigung des Status der Geräte. Dennoch hat die Entdeckung bei Verteidigungsbeamten Alarm ausgelöst, die befürchten, dass die Drohnen in der Nähe sensibler Orte, einschließlich des Hauptquartiers des Special Boat Service in Poole, Dorset, und während kritischer militärischer Planungssitzungen, aktiv gewesen sein könnten. Das Verteidigungsministerium hat betont, dass keine Beweise darauf hindeuten, dass auf sensible Daten oder Systeme zugegriffen oder kompromittiert wurde.
In einer offiziellen Erklärung des Verteidigungsministeriums hieß es, die Untersuchung habe keine Anzeichen dafür gefunden, dass Daten oder Systeme über die beabsichtigten Kanäle hinweg zugegriffen, kompromittiert oder übertragen wurden. Die Abteilung bekräftigte ihr Engagement, Schwachstellen proaktiv zu identifizieren und anzugehen, und fügte hinzu, dass regelmäßige Sicherheitsprüfungen in allen militärischen Systemen und Geräten im Gange seien. Die Kraken Technology Group, der Hersteller der K3 Scout-Drohnen, bestätigte, dass nach der Entdeckung eine vollständige Prüfung durchgeführt worden sei. Ein Sprecher der Firma stellte fest, dass die Kameras von einem Drittanbieter bezogen wurden, der ihnen ihre Sicherheit versichert hatte.
Trotzdem kam das Audit zu dem Schluss, dass keine sensiblen Informationen außerhalb der autorisierten Kanäle geteilt wurden und potenzielle Schwachstellen behoben wurden. Der Vorfall hat Debatten über die Risiken, die mit der Abhängigkeit von ausländischen Komponenten in kritischer militärischer Hardware verbunden sind, neu entfacht. Alicia Kearns, die Schatten-Sicherheitsministerin der Konservativen Partei, kritisierte die Situation und erklärte, dass, wenn das Vereinigte Königreich den Inhalt seiner militärischen Ausrüstung nicht sicher überprüfen kann, dies die nationale Souveränität untergräbt.
Sie forderte eine sofortige Prüfung aller militärischen Ausrüstung, die Teile aus China enthält, und betonte die Notwendigkeit einer strengeren Aufsicht über die Lieferketten. Ihre Kommentare stimmen mit größeren Bedenken über Chinas Einfluss auf den globalen Technologiemärkten und dem Potenzial für versteckte Schwachstellen in scheinbar heimischen Systemen überein. Die K3 Scout-Drohnen sind integraler Bestandteil des Beehive-Projekts der Royal Navy, eines Programms, das darauf abzielt, unbemannte Schiffe mit traditionellen Kriegsschiffen zu integrieren, um die Überwachungs- und Kampffähigkeiten zu verbessern. Diese Drohnen werden vom Coastal Forces Squadron und 47 Commando Royal Marines betrieben und sind in der Lage, Nutzlasten von bis zu 600 kg zu transportieren und 30 Tage lang kontinuierlich zu arbeiten.
Die Entdeckung der Herzschlag-Kommunikation hat Zweifel an der Zuverlässigkeit der Plattform geweckt, wobei eine Verteidigungsquelle den Vorfall als einen schwerwiegenden Beschaffungsfehler beschreibt, der das Vertrauen in die Technologie untergraben hat.
Da die Labour-Partei die Beziehungen zu Peking verbessern will, fügen die jüngsten Enthüllungen der strategischen Berechnung der Integration ausländischer Technologien in Verteidigungssysteme eine weitere Komplexität hinzu.
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