Der Artikel berichtet, dass der slowenische Regisseur Žiga Divjak sein Stück "Anhovo" aus der Teilnahme am Belgrader Theaterfestival (Bitef) zurückgezogen hat, unter Berufung auf Bedenken wegen Zensur und politischer Einmischung. Das Stück, das sich auf die Widerstandsfähigkeit von Bewohnern in der Nähe einer Zementfabrik konzentriert, sollte ursprünglich Teil des diesjährigen Festivals sein, das vom 14. bis 20. September stattfindet. Divjak und das Team von SNG Nova Gorica argumentieren, dass ihr Rückzug eine Fortsetzung eines Zensurmusters ist und verweisen auf die frühere Ablehnung des Stücks des Schweizer Regisseurs Milo Rau "Proces Pelicot" durch das Festivalkomitee. Sie beschuldigen die derzeitige Führung von Bitef, sich nicht von vergangenen Entscheidungen zu distanzieren, Verantwortung zu übernehmen oder das Vertrauen durch öffentliche Anerkennung von Fehlern wiederherzustellen. Andere internationale Künstler, darunter der kroatische Regisseur Oliver Gobljić, die deutsche Gruppe Frad und das in Lissabon ansässige Teatro Praga, haben ebenfalls die Teilnahme abgelehnt, um ihre Solidarität mit serbischen Künstern und politischen Zensuren zum Ausdruck zu bringen.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert die Weigerung, an der Bitef teilzunehmen, als eine prinzipielle Haltung gegen Zensur und politischen Einfluss, die sich an fortschrittlichen Werten orientiert.





