Die südkoreanischen Behörden haben 15 mutmaßliche nordkoreanische Landminen aus Küstengebieten in der Nähe der interkoreanischen Grenze nach heftigen Monsunregen, die die Waffen wahrscheinlich aus der entmilitarisierten Zone (DMZ) transportiert haben, zurückgefunden. Die Entdeckung wurde am Freitag von Beamten in Gwangwha, einem nördlichen Küstenbezirk, bestätigt und markiert ein weiteres Beispiel für nicht explodierte Munition, die aufgrund von Umweltfaktoren auftaucht. Die DMZ, die nach dem Koreakrieg von 1950-53 gegründet wurde, ist nach wie vor eine der am stärksten abgebauten Zonen weltweit, wobei Schätzungen darauf hindeuten, dass bis zu 800.000 Landminen in dem Gebiet vergraben sind.
Militärische Aufzeichnungen deuten darauf hin, dass viele dieser Geräte aus dem Konflikt stammen, während die laufenden Minenlegungsaktivitäten der nordkoreanischen Streitkräfte weiterhin eine Bedrohung darstellen. Die jüngste Rückgewinnung folgt auf Warnungen, die Anfang des Monats von Seuls Militär ausgegeben wurden, in Bezug auf das Potenzial für Sprengstoffe, die durch Hochwasser in südkoreanisches Territorium transportiert werden könnten. Choi Young-ran, Leiter der Zivilschutzbehörde für Gwangwha, erklärte, dass die 15 Minen zwischen dem 23. Juli und dem 3. August entlang der Küstenregionen entdeckt wurden.
Gwangwha liegt direkt an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea. Die strategische Lage macht es besonders anfällig für die Bewegung von Objekten über die Grenze, insbesondere in Zeiten extremer Wetterbedingungen.
Vor kurzem hat der Bezirk Gwangwha Warnungen ausgegeben, in denen die Bewohner auf Vorsicht aufgefordert werden, insbesondere diejenigen, die sich mit manueller Arbeit wie Muschelgruben beschäftigen, die oft in seichten Gewässern in der Nähe der Küste stattfindet.
Nordkoreas Anfälligkeit für Naturkatastrophen hat sich aufgrund von Entwaldung und unzureichender Infrastruktur verstärkt, was es anfällig für katastrophale Überschwemmungen macht. Der Fachmagazin NK Pro berichtete, dass Ende Juli starke Regenfälle zu einem Dammzusammenbruch an einem großen Grenzmilitärstützpunkt führten, was zur Zerstörung von Hunderten von Häusern führte. Satellitenbilder zeigten, dass mindestens 380 einstöckige Reihenhäuser vollständig weggefegt wurden, wobei der Ort als kritisches Artillerie-Kommandozentrum identifiziert wurde.
Diese Vorfälle sind zu einem wiederkehrenden Merkmal des Lebens in der Region geworden und tragen zu einem Klima der Spannung und Unsicherheit bei. Unter dem ehemaligen Präsidenten Yoon Suk Yeol gewannen solche Sendungen besondere Bekanntheit, obwohl die derzeitigen Regierungen Schritte unternommen haben, um ihre Auswirkungen durch verstärkte Überwachung und öffentliche Sensibilisierungskampagnen zu mildern.
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