Ein ehemaliger Spitzenbeamter des kolumbianischen Grundbuchsystems hat gewarnt, dass die Demokratie des Landes durch fragmentierte Institutionen untergraben wird, die für Eigentumsrechte zuständig sind, und fordert dringende Reformen, um Korruption und Ineffizienz zu verhindern. Der Beamte, der zuvor als Superintendent des Notariats und der Registrierung tätig war, argumentiert, dass der Mangel an einheitlichen Systemen und digitaler Infrastruktur bürokratische Schlupflöcher ermöglicht, die Bestechung ermöglichen und Prozesse verzögern, die einfach sein sollten.
Die derzeitige Struktur umfasst fünf separate Einheiten, die Registrierung, das Notariado, die Nationale Landagentur (AGNT), das Institut für Agrarentwicklung (IGAC) und die Einheit für Landrestitution (URT), die jeweils unter verschiedenen Ministerien mit ihren eigenen Budgets, Verfahren und Bürokratien tätig sind.
Der Beamte betonte, dass Eigentumsrechte das Fundament der Demokratie bilden und erklärte, dass wahre demokratische Legitimität kommt, wenn die Bürger den Grundbesitz ohne übermäßige Bürokratie oder Vermittler überprüfen können. Er stellte fest, dass während seiner Amtszeit Anstrengungen unternommen wurden, das System durch Digitalisierung zu modernisieren, einschließlich der Schaffung eines einheitlichen Registrierungsfensters und elektronischer Unterschriften in Notardiensten. Diese Initiativen zeigten sich zunächst vielversprechend und boten den Bürgern einen Einblick in optimierte Prozesse. Der Fortschritt wurde jedoch schnell durch interne und externe Mafiainteressen, die sich der Modernisierung widersetzten, entgleist.
Diese Gruppen profitierten von der vorhandenen Unordnung und Komplexität, die es ihnen ermöglichte, das System zu ihrem persönlichen Vorteil auszunutzen. Infolgedessen kehrte das Land zu veralteten, manipulierbaren Systemen zurück, die den Bedürfnissen von Bürokraten vor den Rechten von Eigentümern Priorität einräumen. Finanzielle Zahlen unterstreichen das Ausmaß des Problems. 3 Billionen Pesos; und die Aufsicht über Notariate und Registrierung unterzeichnete 13.878 Verträge im Wert von 468 Milliarden Pesos. Zusätzliche Verträge, die von der URT geerbt wurden, verschärfen das Problem weiter und zeigen massive Ausgaben ohne entsprechende Sicherheit für Eigentumsrechte.
Der Präsident Abelardo de la Espriella hatte während seines Wahlkampfs solche Reformen versprochen und die Dringlichkeit der Konsolidierung dieser Einheiten in einem einheitlichen Gremium unterstrichen. Der Beamte forderte eine klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zwischen den Regierungsministerien. Er schlug vor, dass sich das Landwirtschaftsministerium ausschließlich auf die landwirtschaftliche Produktion konzentriert, das Justizministerium auf die Justizverwaltung und eine neu geschaffene Immobilienagentur alle Aspekte der Titel, der Registrierung, der Katastralkartierung und der Sicherstellung der Eigentumsrechte übernehmen.
Derzeit überschneiden sich diese Funktionen, was zu Verwirrung und Ineffizienz führt. Der Beamte zeichnet Parallelen zu früheren Erfolgen und nannte die Schaffung der RUNT, einer nationalen Datenbank, die Fahrzeuginformationen, Versicherungsgesellschaften und Bürger integriert, als Beweis dafür, dass Kolumbien ähnliche Ergebnisse in der Landverwaltung erzielen kann. Er fragte, warum das Land in der Vergangenheit steckenbleibt, wenn es um Grundbuchführung geht, und argumentierte, dass ein einheitliches Eigentumsregister das gleiche Maß an Integration und Effizienz bieten könnte.
Die Bewältigung dieser Herausforderungen erfordert politischen Willen, institutionelle Umstrukturierungen und technologische Investitionen, um sicherzustellen, dass Eigentumsrechte geschützt und transparent verwaltet werden.
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