Wissenschaftler ließen ein riesiges arktisches Fossil zurück; 78 Jahre später setzte es einen Rekord
Wissenschaftler haben ein neu entdecktes Fossil von Arctobatrachus urdensis identifiziert, einer bislang unbekannten Spezies einer antiken amphibienähnlichen Kreatur, die als Plagiosaurid bekannt ist. Das Fossil wurde ursprünglich 1948 auf Bjørnøya (Bäreninsel) in der Arktis entdeckt, konnte jedoch aufgrund seiner Größe und seines Zustands nicht transportiert werden. Es blieb fast 80 Jahre lang den Elementen ausgesetzt, bevor es 1984 wiederentdeckt wurde. Die Forscher verwendeten Fotografien aus dem Jahr 1948, um Teile des Fossils zu rekonstruieren, und enthüllten, dass diese Kreatur ungefähr 2,7 Meter lang war, was sie zur größten ihrer Art macht, die jemals gefunden wurde. Die Studie hebt die einzigartigen physikalischen Eigenschaften der Spezies hervor, einschließlich ihrer außergewöhnlich breiten Schädelform, die einer Bumerang ähnelte, und deutet darauf hin, dass es ein topsischer Raubtier in den Meeren des Trias war.
Wissenschaftler entdeckten 1948 auf der abgelegenen arktischen Insel Bjørnøya ein kolossales Fossil, das aufgrund logistischer Herausforderungen zurückgelassen wurde. Fast 80 Jahre später tauchte das Fossil wieder auf und wurde als eine bisher unbekannte Art eines alten amphibienähnlichen Geschöpfes identifiziert, was einen neuen Rekord für die Größe innerhalb seiner Gruppe aufstellte. Der Fund hat ein erneutes Interesse an der Evolutionshistorie dieser eigenartigen Meeresreptilien geweckt. Das Fossil, das fast vier Jahrzehnte lang unter den Elementen verborgen blieb, wurde 1984 von einem norwegischen Feldteam wiederentdeckt.
Nach einer einwöchigen Arbeit wurde es schließlich ausgegraben und mehrere Jahre lang weitgehend ungestört gelagert. Erst vor kurzem begannen Wissenschaftler nach einer sorgfältigen Vorbereitung im Staatlichen Naturhistorischen Museum Stuttgart mit einer detaillierten Analyse der einzigartigen Eigenschaften des Fossiliums. Die Kreatur, die jetzt offiziell Arctobatrachus urdensis genannt wird, gehörte zu der Gruppe der Plagiosaurier, ausgestorbenen, flachkörperlichen Wasserräuber, die während der Triasperiode vor etwa 251 bis 201 Millionen Jahren lebten. Diese Tiere waren Hinterhaltjäger, die auf dem Grund von Flüssen, Seen und Meeren auf der Lauer lagen und mit ihren breiten, gespaltenen Mündern ahnungslose Beute fangen.
Ihre unverwechselbare Körperform, die einem Bumerang ähnelt, ermöglichte es ihnen, während des Wartens auf Nahrung in ihrer Umgebung tarnt zu bleiben. Die neu identifizierte Art zeichnet sich durch ihre außergewöhnliche Größe aus.
Die unter dem Titel A giant plagiosaurid temnospondyl from Bjørnøya (Svalbard, Norwegen) and the origin of the plagiosaurid body plan veröffentlichte Studie beleuchtet, wie A. urdensis einen der frühesten Zweige der Plagiosauriden-Linie darstellt. Dieser Befund bietet wertvolle Einblicke in den evolutionären Übergang dieser Kreaturen von aktiveren Schwimmern zu den sitzenden, abgeflachten Formen, die spätere Perioden dominierten. Solche Entdeckungen helfen Wissenschaftlern, das komplexe Rätsel des Lebens während der Trias-Ära zu lösen. Rainer Schoch, ein führender Forscher am Stuttgarter Museum, betonte die Bedeutung des Fundes.
Durch die Untersuchung der anatomischen Merkmale von A. urdensis können Wissenschaftler besser verstehen, wie sich diese Kreaturen an ihre aquatische Umgebung angepasst haben und wie sich ihre körperlichen Merkmale über Millionen von Jahren entwickelt haben.
Wenn die Forschung weitergeht, könnten weitere Enthüllungen über diese alten Meeresräuber auftauchen, die die Biodiversität und die ökologische Dynamik der fernen Vergangenheit der Erde beleuchten.
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