Das Gericht entschied, dass die Verletzung des Kindes durch eine Infektion verursacht wurde, die der Geburt vorausging, und nicht durch Fahrlässigkeit des Krankenhauspersonals. Die Entscheidung erfolgte nach einem langen Rechtsstreit zwischen der Mutter, die als N K identifiziert wurde, und der Gesundheitsbehörde des Eastern Cape. Der Vorfall reicht bis März 2019 zurück, als N K, damals in ihren frühen Zwanzigern, schwere Bauchkrämpfe erlitt und eine längere induzierte Geburt erlebte, die 96 Stunden dauerte. Während dieser Zeit erhielt sie wiederholte Medikamente und mehrere vaginale Untersuchungen.
Trotz ihres sich verschlechternden Zustands lieferte das medizinische Personal keine angemessene Überwachung oder berücksichtigte einen rechtzeitigen Kaiserschnitt. Während der Entbindung blieb N K weitgehend ununterstützt, weinte um Hilfe und drückte, bis sie vor Erschöpfung zusammenbrach. Die Krankenschwestern verwendeten wiederholt Fundaldruck und einen Vakuum-Extraktor, bevor schließlich ein Arzt ankam, um bei der Entbindung zu helfen. Das Neugeborene, genannt U K, wurde nicht reaktionsfähig geboren und benötigte sofortige Wiederbelebung. Die Ärzte informierten N K später, dass ihr Sohn aufgrund von Sauerstoffmangel dauerhafte Hirnschäden erlitten hatte.
In der Mehrheit des Urteils stellte Richterin Kathree-Setiloane fest, dass die medizinischen Beweise eindeutig darauf hindeuteten, dass U K's Hirnverletzung vor dem Beginn der Wehen aufgetreten war. Diese Schlussfolgerung basierte auf den Gutachten von Drs. Reddy und Janowski, deren Analyse mit bestehenden medizinischen Aufzeichnungen und akademischen Forschungen übereinstimmte. Das Gericht stellte fest, dass die von N K's Experten vorgelegten Beweise nicht ausreichend begründet waren und kritische Plazentabefunde nicht berücksichtigt haben.
Richter Mocumie und Richter Chili waren anderer Meinung und sagten, sie hätten die Berufung bestätigt und den Gesundheitsminister für das östliche Kap für die Fahrlässigkeit der Krankenhausmitarbeiter verantwortlich gemacht. Sie argumentierten, dass N K über fünf Tage unüberwindbare Schmerzen ertragen und 96 Stunden lang anhaltender Induktion ohne ordnungsgemäße medizinische Aufsicht ausgesetzt war. Zusätzlich kritisierten sie das Fehlen von Zeugenaussagen des medizinischen Personals, das N K behandelte, und äußerten Bedenken über den Verlust ihrer medizinischen Aufzeichnungen.
Die Abwesenheit solcher Unterlagen behinderte nicht nur die Klarheit des Verfahrens, sondern stellte auch Herausforderungen für Patienten dar, die durch Ansprüche wegen medizinischer Fahrlässigkeit Gerechtigkeit suchen, und für die Gesundheitsbehörde, die in bestimmten Situationen entlastet werden könnte. Richterin Mocumie wies ferner auf breitere systemische Probleme innerhalb des öffentlichen Gesundheitssystems des Eastern Cape hin. Sie verwies auf frühere Kritiken des SCA in Bezug auf laufende Fahrlässigkeit und schlechte Standards in einigen Krankenhäusern.
Der Fall unterstreicht die Komplexität der Ursachenfeststellung bei Ansprüchen auf medizinische Verfehlungen, insbesondere wenn es widersprüchliche Gutachten von Experten und unvollständige Unterlagen gibt. Während die Mehrheit des Gerichts keinen direkten Zusammenhang zwischen den Handlungen des Krankenhauses und den Verletzungen des Kindes feststellte, betonten die abweichenden Richter die Bedeutung einer gründlichen medizinischen Aufsicht und Rechenschaftspflicht in Gesundheitseinrichtungen.
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