Die Niederlande haben offiziell beschlossen, die Einfuhr, den Kauf und den Verkauf von Waren aus illegalen israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten mit Wirkung vom 22. September zu verbieten. Diese Entscheidung bringt das Land in Einklang mit einer kleinen, aber wachsenden Gruppe europäischer Nationen wie Belgien, Spanien und Irland, die aufgrund des Stillstands bei den Bemühungen um die Einführung einheitlicher Sanktionen auf EU-Ebene einseitige Maßnahmen ergriffen haben. Das Verbot gilt nicht nur für direkte Einfuhren und Verkäufe, sondern verbietet auch niederländischen Unternehmen und ihren ausländischen Niederlassungen, Vermittlungsdienste zu erbringen, die den Handel mit diesen Siedlungen erleichtern würden. Die Maßnahme richtet sich in erster Linie gegen landwirtschaftliche Produkte aus dem Westjordanland wie Avocados, Datteln, Orangen, Trauben und frische Kräuter sowie Produkte aus den Golanhöhen. Laut einer Studie der Global Echo-Gruppe machen die Niederlande ein Drittel der illegalen landwirtschaftlichen Ausfuhren aus israelischen Siedlungen und fast die Hälfte der Ausfuhren auf den EU-Markt zu, die jährlich auf Zehntausende von Millionen Euro geschätzt werden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert die Entscheidung der Niederlande, Sanktionen gegen illegale israelische Siedlungen zu verhängen, als moralische Pflicht nach internationalem Recht und betont die Illegalität dieser Siedlungen und die Notwendigkeit, Beiträge zu dieser Situation zu verhindern.





