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Öltanker von Russlands Schattenflotte aufgebracht: Putin droht nun mit Vergeltung
Austria🏛️ PolitikEher progressivvor 9 Tagen

Öltanker von Russlands Schattenflotte aufgebracht: Putin droht nun mit Vergeltung

Der Artikel berichtet über die zunehmende Durchsetzungsfähigkeit Russlands gegen die Seekontrolle der Europäischen Union, die sich gegen Schiffe richtet, die verdächtigt werden, Teil der russischen "Schattenflotte" zu sein, die zur Umgehung westlicher Sanktionen verwendet wird. Die EU hat mehrere Öltanker sanktioniert, darunter die Toa Payoh, die als Teil dieser Schattenflotte identifiziert wurden. Diese Schiffe operieren unter Flaggen von Ländern mit laxen Vorschriften, die es ihnen ermöglichen, Exportbeschränkungen zu umgehen. Als Reaktion darauf beschuldigte der russische Präsident Wladimir Putin, der an Bord eines Raketenkreuzers in Marineuniform gekleidet war, die westlichen Behörden der Verletzung des Völkerrechts, indem er die Bewegung russischer Wirtschaftsakteure einschränkte und es als "Piraterie" bezeichnete. Er warnte vor Vergeltung und erklärte, dass Russland bei Bedarf Maßnahmen ergreifen würde. Der Artikel stellt fest, dass Russland diese Strategie nach der Beobachtung ähnlicher Taktiken Irans und Venezuelas unter US-Sanktionen annahmte.

Russland rennt gegen die Zeit, um die Auswirkungen der bevorstehenden Sanktionen der Europäischen Union zu mildern, die die Einfuhr von russischem Flüssigerdgas (LNG) ab Januar 2027 verbieten. Als Reaktion darauf baut Moskau eine "Schattenflotte" von LNG-Tankern auf, um die Einschränkungen zu umgehen, ähnlich wie seine Strategie bei den Öl-Exporten. Der Schritt erfolgt angesichts steigender Einnahmen aus dem Gasverkauf, die zu einer entscheidenden finanziellen Lebensader für den Kreml geworden sind. Neue Zahlen zur Handelsbilanz werden am Dienstag veröffentlicht, die einen weiteren Einblick in die wirtschaftliche Situation Russlands geben.

Laut Berichten der Financial Times und Bloomberg hat Russland in den vergangenen sechs Monaten mindestens acht LNG-Tanker gekauft, wodurch seine derzeitige Flotte auf rund 25 Schiffe angewachsen ist. Diese Zahl ist deutlich geringer als die geschätzten 1.000 Schiffe in der Schattenflotte, die für Rohölexporte verwendet wird, aber die Komplexität und die Kosten des Betriebs von LNG-Tankern machen sie schwieriger zu verwalten. Im Gegensatz zu Öl-Tankern, die oft von älteren Flotten bezogen werden können, erfordern LNG-Tanker aufgrund der extremen Temperaturen, die erforderlich sind, um das Gas in flüssiger Form bis zu -126 Grad Celsius zu halten, spezialisierte Infrastruktur und Handhabung.

Derzeit fließt der größte Teil des russischen LNG nach Europa, insbesondere von der Yamal-Produktionsanlage in Sibirien. Die von der privaten Firma Novatek betriebene Yamal-Anlage macht zusammen mit dem Arctic LNG-2-Projekt fast zwei Drittel der gesamten LNG-Produktion Russlands aus. Mit dem bevorstehenden EU-Verbot will Moskau diese Exporte über alternative Routen und Partner umleiten.

Im Gegensatz zum Ölsektor, in dem Russland Kredite von Ländern wie Venezuela und dem Iran erhalten hat, erfordert die LNG-Industrie erhebliche Investitionen sowohl in Schiffe als auch in unterstützende Infrastruktur. Experten weisen darauf hin, dass der globale LNG-Tankermarkt im Vergleich zur breiteren Öltankerindustrie viel neuer und weniger flexibel ist. Septimus Knox von S-RM, einem Anbieter von Informationsdiensten, betonte, dass alte und rostige LNG-Schiffe im Gegensatz zu Öltankern nicht einfach umfunktioniert werden können. Die begrenzte Verfügbarkeit geeigneter Schiffe und die Notwendigkeit spezialisierter Häfen beschränken die Optionen Russlands weiter. Trotz dieser Herausforderungen setzt Russland weiter voran.

Ein neues EU-Sanktionspaket enthielt Bestimmungen, die eine vorherige Benachrichtigung von Brüssel vor dem Verkauf von LNG-Tankern an russische Bürger erforderten. Der Druck aus Griechenland führte jedoch zur Aufhebung eines geplanten Verbots für europäische Reedereien, die russisches LNG transportieren. Diese Ausnahme unterstreicht die komplexe geopolitische Dynamik, die das Sanktionsregime beeinflusst. Inzwischen versucht die Ukraine, die russischen Energieexporte durch Drohnenangriffe auf Produktionsanlagen zu stören. Diese Angriffe zielen darauf ab, den Einnahmefluss für die Regierung von Präsident Wladimir Putin zu reduzieren. Russland hat jedoch noch keine wirksamen Gegenmaßnahmen gegen die Drohnen gefunden, wodurch seine Energieinfrastruktur anfällig wird.

Da die EU die Kontrollen über Öltankschiffe im Mittelmeer verschärft, um mögliche Beteiligungen an der Schattenflotte aufzudecken, wendet sich die Aufmerksamkeit auch auf die Überwachung von LNG-Versendungen. Da das EU-Verbot Anfang 2027 in Kraft treten soll, wird die Fähigkeit Russlands, seine LNG-Exporte aufrechtzuerhalten, stark vom Erfolg seiner Schattenflottenstrategie abhängen. Die derzeitige Flotte von 25 Schiffen ist nur der Beginn einer größeren Operation, obwohl logistische und finanzielle Einschränkungen nach wie vor erhebliche Hindernisse darstellen. In der Zwischenzeit verfolgt die internationale Gemeinschaft die Entwicklungen weiterhin genau, da sie sich bewusst ist, dass das Ergebnis den breiteren Konflikt in der Ukraine und die globale Energielandschaft beeinflussen könnte.

2 Berichte

ORF News logoORF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 85Objektivität 75vor 13 Tagen
Russland im Wettlauf gegen EU-Sanktionen

Russland versucht, die bevorstehenden EU-Sanktionen gegen die Einfuhr von Flüssigerdgas (LNG) zu umgehen, indem es eine "Schattenflotte" von LNG-Tankern baut. Die EU plant, die LNG-Importe aus Russland ab Januar 2027 zu verbieten, aber Moskau erwirbt gebrauchte LNG-Tanker und baut neue, um trotz dieser Einschränkungen weiterhin Gas zu exportieren. Laut Berichten der Financial Times und Bloomberg hat Russland in den letzten sechs Monaten bereits mindestens acht LNG-Tanker erworben, wodurch die Gesamtzahl auf etwa 25 steigt.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über die Bemühungen Russlands, die EU-Sanktionen für die LNG-Exporte zu umgehen, ohne offen eine Seite zu begünstigen.

Warum Faktentreue (85): The article reports on Russia's efforts to circumvent EU LNG import bans by building a 'shadow fleet' of LNG tankers, citing sources like Financial Times and Bloomberg. It provides specific numbers (25 LNG tankers, eight purchased in the last half-year) and mentions the EU's tightening controls. Whi

Warum Objektivität (75): The article presents the situation from a Russian perspective but remains largely factual. However, it uses emotionally charged language such as 'Geldquelle für Präsident Wladimir Putin' (money source for President Vladimir Putin) and implies that the EU's actions are more stringent than Russia's. T

Der Standard logoDer StandardUnabhängigProgressivFaktentreue 85Objektivität 70vor 9 Tagen
Öltanker von Russlands Schattenflotte aufgebracht: Putin droht nun mit Vergeltung

Der Artikel berichtet über die zunehmende Durchsetzungsfähigkeit Russlands gegen die Seekontrolle der Europäischen Union, die sich gegen Schiffe richtet, die verdächtigt werden, Teil der russischen "Schattenflotte" zu sein, die zur Umgehung westlicher Sanktionen verwendet wird. Die EU hat mehrere Öltanker sanktioniert, darunter die Toa Payoh, die als Teil dieser Schattenflotte identifiziert wurden. Diese Schiffe operieren unter Flaggen von Ländern mit laxen Vorschriften, die es ihnen ermöglichen, Exportbeschränkungen zu umgehen. Als Reaktion darauf beschuldigte der russische Präsident Wladimir Putin, der an Bord eines Raketenkreuzers in Marineuniform gekleidet war, die westlichen Behörden der Verletzung des Völkerrechts, indem er die Bewegung russischer Wirtschaftsakteure einschränkte und es als "Piraterie" bezeichnete. Er warnte vor Vergeltung und erklärte, dass Russland bei Bedarf Maßnahmen ergreifen würde. Der Artikel stellt fest, dass Russland diese Strategie nach der Beobachtung ähnlicher Taktiken Irans und Venezuelas unter US-Sanktionen annahmte.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel beschreibt Russlands Handlungen als berechtigte Reaktionen auf westliche Sanktionen und stellt die maritimen Inspektionen der EU als Verstöße gegen das Völkerrecht dar.

Warum Faktentreue (85): The article accurately reports that the EU mission Irini intercepted a sanctioned Russian oil tanker called Toa Payoh, and that Russia has responded by threatening retaliation. It also mentions Putin’s statement about 'Piracy' and his warning to retaliate. These details align with the general consen

Warum Objektivität (70): The article uses emotionally charged terms like 'martialischer Auftritt' (martial appearance) and frames Russia’s actions as defensive ('friedlichen, wohlgemerkt') while describing the EU action as an infringement on freedom of navigation. This suggests a slight bias in favor of Russia’s position, t

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