Ein in den Vereinigten Staaten ansässiger nigerianischer Forscher, Kemi Busari, hat eine Verschiebung in Richtung einer meritbasierten Rekrutierung in Nachrichtenredaktionen gefordert und Medienbesitzer aufgefordert, bei der Einstellung neuer Reporter Qualifikationen und Kompetenzen zu priorisieren. Busari, ein Doktorand am Philip Merrill College of Journalism an der University of Maryland, argumentiert, dass die bestehenden Untersuchungen zu Einstellungskriterien im Journalismus spärlich sind, insbesondere in Bezug auf afrikanische Nachrichtenredaktionen. Laut Busari wurden zwar einige Untersuchungen durchgeführt, wie Nachrichtenredaktionen entscheiden, wen sie einstellen sollen, diese Studien konzentrieren sich jedoch weitgehend auf westliche Kontexte.
Er stellte fest, dass afrikanische Nachrichtenredaktionen, insbesondere in Nigeria, trotz der Größe und Dynamik der Medienbranche in der Region noch nicht ausreichend erforscht sind. Seine Arbeit zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen, indem er die Einstellungspraktiken nigerianischer Nachrichtenorganisationen und ihre Auswirkungen auf den Beruf analysiert. In seiner Forschung verwendete Busari das Konzept des "Gate-Keeping", einer Theorie, die traditionell für die Auswahl und Gestaltung von Nachrichteninhalten angewendet wird, um zu untersuchen, wie Nachrichtenredaktionen bestimmen, wer in den Beruf eintreten kann.
Laut Busari spielen Redakteure eine zentrale Rolle bei der Definition und Stärkung dieser Standards durch ihre Einstellungsentscheidungen. Um seine Studie durchzuführen, verwendete Busari einen gemischten Methodenansatz, der qualitative und quantitative Analysen kombinierte. Er sammelte Daten durch eine demografische Umfrage, die in vier nigerianischen Nachrichtenredaktionen verteilt war und 154 Antworten erhielt. Diese Antworten halfen bei der Identifizierung geeigneter Redakteure für ausführliche Interviews, was zu Gesprächen mit 21 Teilnehmern führte. Zusätzlich führte er eine Inhaltsanalyse von 70 Stellenanzeigen für Reporterpositionen durch, die in Nigeria veröffentlicht wurden.
Aus seinen Erkenntnissen stellte Busari fest, dass nigerianische Nachrichtenredaktionen häufig auf informelle Methoden wie Praktika, Mitarbeiterverweise und Wilderei von anderen Organisationen angewiesen sind, um Berichterstattungsrollen zu besetzen.
Er betonte, dass das Verständnis der Mechanismen hinter der Einstellung dazu beitragen kann, Trainingsprogramme zu verbessern und sie effektiver an die Realitäten des Nachrichtenraumumfelds anzupassen. Seine Forschung unterstreicht auch die Notwendigkeit einer weiteren Untersuchung, wie verschiedene Regionen journalistische Legitimität definieren und die Auswirkungen dieser Definitionen auf Karrieremöglichkeiten. Während sich die Studie auf Nigeria konzentriert, schlug Busari vor, dass ähnliche Muster anderswo in Afrika zu finden sind, was zusätzliche vergleichende Forschung erfordert.
Die Reaktionen auf Busaris Arbeit sind noch nicht öffentlich bekannt, aber sein Aufruf zur meritbasierten Rekrutierung steht im Einklang mit den laufenden Diskussionen über Vielfalt und Inklusivität in den Mediensektoren weltweit. Seine Ergebnisse könnten nigerianische Medienorganisationen dazu veranlassen, ihre Einstellungsstrategien neu zu bewerten und zu prüfen, ob die aktuellen Praktiken die sich entwickelnden Anforderungen des modernen Journalismus widerspiegeln. Als Teil einer breiteren Forschungsinitiative zur Journalismusbildung und den Erfahrungen von Journalisten in Nigeria plant Busari, weiterhin zu untersuchen, wie Bildungshintergründe Karriereverläufe innerhalb der Branche beeinflussen.
Seine zukünftige Arbeit wird wahrscheinlich auf den Erkenntnissen aus dieser ersten Studie aufbauen und tiefere Überlegungen über die Schnittstelle von Bildung, Beschäftigung und beruflicher Identität im Journalismus anbieten.
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