Am Freitag protestierte eine Gruppe von Lieferarbeitern vor dem Büro der Generalstaatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt (Fiscalía General de Justicia de la Ciudad de México) nach der Verhaftung von fünf Personen, die der Erpressung beschuldigt wurden. Die Demonstranten, identifiziert als Fahrer der Mitfahr-App DiDi, versammelten sich in der Nähe des Gebäudes in der Avenida Jardín, um Gerechtigkeit für zwei ihrer Kollegen, Nancy und Enrique, zu fordern, die in der Einrichtung inhaftiert waren. Der Protest fand statt, nachdem Behörden des Ministeriums für Stadtsicherheit (Secretaría de Seguridad Ciudadana) Oswaldo, Nancy, Enrique, Amalia und Juan verhaftet hatten.
Diese Personen sollen Mitglieder einer Gruppe gewesen sein, die Lieferarbeiter erpresste und Berichten zufolge wöchentliche Zahlungen in Höhe von 700 Pesos verlangte, damit sie arbeiten konnten, und in einigen Fällen sie zwang, Betäubungsmittel wie Kokain und Marihuana zu liefern. Die Verhaftungen folgten Berichten, dass diese Männer Fahrer gezwungen hatten, unter Androhung von Vergeltungsmaßnahmen illegalen Forderungen nachzukommen. Sie blieben auf dem Gelände, während Sicherheitspersonal das Gebiet überwachte.
Nach offiziellen Berichten betrieb der Angeklagte angeblich ein System, das sich gegen Lieferarbeiter durch Einschüchterung und finanziellen Zwang richtete. Die Taktiken beinhalteten den Druck auf Fahrer, Schutzgeld zu zahlen und an Drogenhandelsaktivitäten teilzunehmen. Dies hat Bedenken bei den Lieferarbeitern geweckt, die hauptsächlich über digitale Plattformen arbeiten und oft mit prekären Arbeitsbedingungen konfrontiert sind. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, denen sich die Mitarbeiter der Gig-Wirtschaft gegenübersehen, insbesondere diejenigen, die in Last-Mile-Lieferdiensten tätig sind. Viele dieser Arbeitnehmer arbeiten ohne formelle Verträge und haben keinen Zugang zu rechtlichen Schutzmaßnahmen, was sie anfällig für Ausbeutung macht.
Die jüngsten Verhaftungen haben Diskussionen über die Notwendigkeit stärkerer Arbeitsschutzmaßnahmen und robusterer Durchsetzungsmechanismen zum Schutz der Arbeitnehmer vor Zwangspraktiken ausgelöst. Die Anwesenheit der Lieferarbeiter bei der Fiscalía unterstreicht ihre Unzufriedenheit mit dem derzeitigen rechtlichen Rahmen, der ihre Beschäftigung regelt.
Da sich die rechtlichen Verfahren gegen die fünf Inhaftierten entwickeln, könnte die Situation zu einer weiteren öffentlichen Kontrolle darüber führen, wie solche Fälle innerhalb des Justizsystems behandelt werden.
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