Slowenien ist in weiten Teilen des Landes mit außergewöhnlich trockenen Bedingungen konfrontiert, wobei der Wasserstand in den Flüssen historisch niedrige Werte erreicht hat. Nach Angaben der slowenischen Umweltbehörde (Arso) ist die Situation in mehreren Regionen, darunter Gorenjska, Notranjska, Ljubljana und Umgebung, Bistrica-Becken, Dolenjska, Niedriges Sava-Tal, Teile von Goriska und Savinja, kritisch. An anderen Orten, wie in Koceljeva, Pomurje, Podravje, Koroska, Küstenregion, Ober Savinja und Bovska, herrschen extrem trockene Bedingungen, was die Wasserverfügbarkeit weiter belastet.
Die Schwere der Dürre hat zu einer signifikanten Verringerung der Flussströme geführt, die mehr als die Hälfte der hydrologischen Stationen in Slowenien betroffen hat. Von diesen verzeichneten etwa 10% außergewöhnlich niedrige Fließbedingungen für diese Jahreszeit. Flüsse wie Mura, Soča, Sava in ihrem unteren Stromabfluss und Krka haben einige der niedrigsten Abflussniveaus verzeichnet, die jemals beobachtet wurden. Die durchschnittlichen 30-Tage-Flüsse der großen slowenischen Flüsse, Mura, Drava, Soča, Ljubljana Fluss, Krka und seine Nebenflüsse und Sava in seinem oberen Stromabfluss liegen derzeit unter den niedrigsten historischen Durchschnittswerten für diesen Zeitraum, basierend auf Daten von 1991 bis 2020.
Die meisten anderen Flüsse weisen ebenfalls Flüsse unterhalb des 25. Perzentils auf, was auf weit verbreitete Dürrebedingungen hinweist. Experten prognostizieren, dass die derzeitige Dürre in den kommenden Tagen anhalten wird, mit einer möglichen Verschlechterung in Teilen von Savinja und Dolenjska.
Für Gebiete mit extremer Dürre würden bis zu 85 Millimeter Regen benötigt, um den Trend umzukehren, während im unteren Sava-Tal fast 100 Millimeter erforderlich wären. In weniger stark betroffenen Regionen könnten zwischen 25 und 50 Millimeter Niederschlag eine spürbare Erleichterung bringen. Trotz der Prognose für teilweise bewölktes und stabiles Wetter in naher Zukunft wird in der kommenden Woche eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Niederschläge erwartet.
In vielen Regionen wird eine Stabilisierung der Bodenfeuchtigkeitswerte erwartet, obwohl Experten warnen, dass der Gesamtzustand der Wasserressourcen des Landes weiterhin prekär ist. Die verlängerte Trockenperiode hat bereits begonnen, die landwirtschaftliche Produktion zu beeinträchtigen, wobei die Landwirte Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Ernteerträge aufgrund unzureichender Bewässerung berichten.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um zu bestimmen, ob die gegenwärtige Dürre durch rechtzeitige Regenfälle gemildert werden kann oder ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind, um langfristige Schäden an Ökosystemen und der Ernährungssicherheit zu verhindern.
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