Die Wasserknappheit ist in diesem Sommer in Berghütten in ganz Slowenien zu einem kritischen Thema geworden, wobei einige Einrichtungen aufgrund der anhaltenden Dürre strenge Maßnahmen zur Wassersparnis ergreifen mussten. Insbesondere die Cojzova-Hütte am Kokra-Pass hat auf die Verwendung von Wasser nur für wesentliche Zwecke wie Kochen zurückgegriffen, während der Zugang zu anderen Nutzungen eingeschränkt wurde. Diese Situation unterstreicht die wachsenden Herausforderungen für Höhenhütten, von denen viele stark auf Regenfälle für ihre Wasserversorgung angewiesen sind.
Nach Angaben von Dušan Prašnikar, Spezialist für Berghüttenmanagement und Naturschutz bei der Alpenvereinigung Sloweniens, befindet sich die Mehrheit der Höhenhütten in einem kritischen Zustand. Er stellte fest, dass in einigen Hütten die Wasserverfügbarkeit stark eingeschränkt ist, wobei die Wasserhähne in den Spülen entweder teilweise eingeschränkt oder vollständig abgeschaltet sind.
Er empfahl den Besuchern, ihre eigenen Reinigungstuch und Desinfektionslösungen mitzubringen, um die Abhängigkeit von der begrenzten Wasserversorgung zu minimieren. Er äußerte die Hoffnung, dass der vorhergesagte Regen später in der Woche dazu beitragen könnte, die Wasserreserven in den Hütten wieder aufzufüllen, obwohl die aktuelle Situation weiterhin schrecklich ist. Gorazd Žagar, Präsident der Kamnik-Bergsgesellschaft, die die Cojzova-Hütte verwaltet, beschrieb die Wasserlage als zunehmend problematisch. Er erklärte, dass in den derzeitigen trockenen Bedingungen Wasser nur für wesentliche Zwecke zur Verfügung steht, so dass die Küche nach Hygiene-Standards funktionieren kann.
Zwar hat der jüngste Niederschlag die Situation leicht verbessert, aber es reicht noch lange nicht aus, um die Bedürfnisse der Hütte zu decken. Trotz dieser Herausforderungen stellte er fest, dass die Besucher die Umstände im Allgemeinen verstehen und kooperieren. Im Gegensatz dazu wurde die Situation am Dom na Zelenici, der von der Tržič Mountain Society verwaltet wird, durch den anhaltenden Strom aus einer Quelle unter dem Berg Storžič etwas abgeschwächt.
Uroš Ahačič, Präsident der Tržič Mountain Society, erklärte, dass die jüngsten Niederschläge dazu beigetragen haben, den Zustand der Quelle zu verbessern, obwohl sie Maßnahmen zur Wassersparnis ergriffen haben, darunter die Einschränkung der Toilettennutzung auf wichtige Fälle und die Bereitstellung von Lebensmitteln auf Einweg-Tellern. Ahačič hob auch die überraschende Tatsache hervor, dass die Quelle unter dem Berg Storžič nicht ausgetrocknet ist und eine entscheidende Wasserversorgung für den Dom pod Storžičem bietet. Trotz dieser Bemühungen wirkt sich die allgemeine Wasserkrise weiterhin auf mehrere Berghütten aus, wobei die Situation wahrscheinlich so lange andauern wird, bis größere Niederschläge auftreten.
Die anhaltende Dürre hat diese abgelegenen Einrichtungen zusätzlich unter Druck gesetzt und sie gezwungen, sich rasch anzupassen, um sicherzustellen, dass die grundlegenden Dienstleistungen fortgesetzt werden können.Während der Sommer fortschreitet, wird die Wirksamkeit dieser Naturschutzmaßnahmen genau überwacht, in der Hoffnung, dass der erwartete Regen die dringend benötigte Erleichterung bringen wird.
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