Mindestens sieben Airbus-Flugzeuge haben seit 2016 technische Fehler mit defekten Feuerknöpfen und unerwarteten Motorrausfällen erlitten, so eine vertrauliche interne Kommunikation des Herstellers. Die Vorfälle ereigneten sich bei mehreren Modellen, darunter sechs Flugzeuge der A320-Serie und ein A350, wobei die Piloten das Problem während des Fluges oft nicht wussten. Das Problem resultiert aus einem Herstellungsfehler im Feuerknopfmechanismus, der sich aufgrund von Verformungen und Verschleiß eines Haltstiftes spontan lösen kann. Dies führt dazu, dass der rote Sicherheitsschild steigt, was zu einem plötzlichen und unbeabsichtigten Motorrausfall führt.
In den meisten Fällen war die Besatzung der Fehlfunktion nicht sofort bewusst, was ihre Fähigkeit, effektiv zu reagieren, erschwerte. Die detaillierten Ergebnisse wurden den Fluggesellschaften über eine am 22. Juli veröffentlichte vertrauliche Betriebsmitteilung mitgeteilt, in der die mechanische Anomalie beschrieben wurde, die bestimmte Airbus-Modelle betraf. Das Dokument, das an Betreiber von Flugzeugen der Typen A318, A319, A320, A321, A330, A340, A350 und A380 gerichtet war, erklärte, wie die Entkoppelung des Feuerknopfes unabhängig von einer tatsächlichen Brandsituation auftreten kann. Es wurde darauf hingewiesen, dass sich die Schutzhülle des Knopfes ohne Beleuchtung aufhebt, was die Diagnose für die Flugbesatzung erschwert.
Nur in einem Fall erkannte ein Mitglied des Kabinenpersonals das Problem umgehend und setzte den Befehl manuell wieder ein, so dass der Flug normal weitergehen konnte. Safran, der Komponentenhersteller, identifizierte die Ursache des Fehlers durch seine Analyse. Der defekte Mechanismus verfügte über einen gebogenen und deutlich abgenutzten Haltspinsel, der seine Fähigkeit, den Knopf an Ort und Stelle zu halten, reduzierte. Dies ermöglichte es dem Gerät, sich unter den während des Fluges auftretenden Vibrationen schrittweise zu lösen. Laut Safran wurde der Schaden nicht durch Abnutzung während des Betriebs, sondern durch unsachgemäße Handhabung vor der Installation verursacht, z. B. durch Aufprall oder Tropfen des Knopfes oder der gesamten Platte.
Diese Bedingungen könnten zu strukturellen Verformungen führen, bevor die Komponente auf das Flugzeug montiert wurde. Als Reaktion auf das Risiko eines Wiederauftretens, insbesondere während kritischer Phasen wie Start oder Landung, hat Airbus strenge Betriebsrichtlinien herausgegeben. Piloten ist es nun verboten, die Feuerknöpfe manuell zu testen, um ihre Integrität zu beurteilen, da wiederholte Belastungen den Verschleiß der Haltspinsel erhöhen. Diese Vorsichtsmaßnahme zielt darauf ab, weitere Entkoppelungen zu verhindern und einen sichereren Betrieb der betroffenen Flugzeuge zu gewährleisten.
Die Europäische Agentur für Luftfahrtsicherheit (EASA) hat die Fluggesellschaften beauftragt, die Hochrisikopanel innerhalb von sechs Monaten ab dem 6. November 2025 zu ersetzen, während sie umfassende Inspektionen der potenziell betroffenen Flotten innerhalb von zwei Jahren verlangt. Obwohl die statistische Wahrscheinlichkeit darauf hindeutet, dass die Wahrscheinlichkeit eines solchen Vorfalls gering bleibt, sind sieben dokumentierte Fälle unter etwa 13.000 bis 14.000 Flugzeugen, die Kombination aus einem stillen Ausfall und dem Fehlen einer sofortigen Warnung im Cockpit hat zu einer erhöhten Wachsamkeit von Regulierungsbehörden und Luftfahrtverbänden geführt.
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