Die spanische Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) und der Koalitionspartner Sumar haben sich auf einen Entwurf eines Dekrets zur Bewältigung der Wohnkrisen geeinigt, der am kommenden Dienstag vom Ministerrat genehmigt werden soll. Der Dekret enthält eine Bestimmung, die es Mietern ermöglicht, ihre Mietverträge bis Juni 2028 zu verlängern, was alle Mietverträge abdeckt, die im Jahr 2026, 2027 und zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2028 enden. Diese Verlängerung könnte nach Regierungsschätzungen fast vier Millionen Menschen zugute kommen. Die Maßnahme wurde von Sumar vorangetrieben, nachdem andere Parteien wie Junts, PP und Vox, die zuvor ähnliche Bestimmungen blockiert hatten, zunächst widersprochen hatten. Der Dekret führt auch neue Vorschriften gegen betrügerische kurzfristige Mieten ein, erhöht den Mehrwertsteuersatz für touristische Immobilien und verstärkt die Strafen für solche Werbeanzeigen. Darüber hinaus schlägt Sumar Maßnahmen vor, um gefährdete Familien vor Vertreibungen zu schützen, obwohl dies ein Streitpunkt innerhalb der PSOE war.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel betont die Zusammenarbeit zwischen der PSOE und Sumar, beiden linksgerichteten Parteien, um den Schutz der Mieter zu erweitern und die Unsicherheit im Wohnungsbau zu bekämpfen.


