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Prozess um Susann Eminger: NSU-Helferin kommt mit Bewährung davon
Germany🏛️ PolitikMittevor 3 Std.

Prozess um Susann Eminger: NSU-Helferin kommt mit Bewährung davon

Der letzte Prozess im Zusammenhang mit der Nazi-Terrorgruppe NSU endete mit einer milderen Strafe gegen Susann Eminger, eine angebliche Unterstützerin der Gruppe. Das Urteil hat die Angehörigen der Opfer verärgert, die die Aussetzung der Strafe als wenig mehr als eine Freispruchsentscheidung ansehen. Eminger, 45, wurde beschuldigt, eine terroristische Organisation zu unterstützen und bei schweren Raubüberfällen zu helfen. Trotz des Antrags der Staatsanwaltschaft auf vier Jahre Haft reduzierte das Gericht die Strafe auf zwei Jahre mit Bewährung und ohne zusätzliche Bedingungen. Das Paar, Eminger und ihr Ehemann André, waren enge Mitarbeiter des NSU-Kerntrios und leisteten kritische Unterstützung, einschließlich Identitätsdokumente und logistische Hilfe. André war zuvor im NSU-Prozess 2018 verurteilt worden.

Das Dresdner Oberlandesgericht hat in der letzten Verhandlung im Zusammenhang mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) das Urteil erlassen und Susann Eminger, eine enge Mitarbeiterin der rechtsextremen Beate Zschäpe, zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt. Die Entscheidung markiert den Abschluss eines langwierigen Prozesses, der sich über acht Monate erstreckte, in dem das Gericht Vorwürfe der Unterstützung einer terroristischen Organisation und der Unterstützung bei besonders schweren Raub- und Erpressungsdelikten untersuchte. Trotz der Schwere der Anklage hat das Gericht die von der Staatsanwaltschaft geforderte vierjährige Haftstrafe reduziert und sich für eine bedingte Freigabe ohne zusätzliche Bedingungen entschieden.

Susann Eminger, 45, aus Zwickau, wurde für schuldig befunden, Zschäpe, der seit 1998 im Versteck lebte, ihre Identitätsdokumente zur Verfügung gestellt zu haben. Dazu gehörte die Verwendung ihres Krankenversicherungskartes für Arzttermine und die Unterstützung bei der Vermietung eines Wohnmobils, das von der NSU während ihres letzten bewaffneten Überfalls in Eisenach im November 2011 genutzt wurde. Nach gerichtlichen Erkenntnissen half sie Zschäpe auch, eine Fassade der Normalität zu erhalten, während sie unter falschem Vorwand lebte. Sie begleitete sogar Zschäpe und andere Mitglieder der Gruppe, um das Fahrzeug zurückzuholen, das bei einem der tödlichsten Angriffe, die der NSU zugeschrieben werden, eine Rolle spielte.

Ihr Ehemann André Eminger war bereits 2018 im Münchner NSU-Prozess verurteilt worden und erhielt eine zweieinhalbjährige Haftstrafe für seine Unterstützung des Terrornetzwerks. Beide gehörten zu den engsten Vertrauten des NSU-Kerntrios, Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt. Während André seit dem Verschwinden der Gruppe aktiv beteiligt war, begann Susann angeblich, sie nach 2007 stärker zu unterstützen.

Sie behaupteten, es gebe nicht genügend Beweise, um zu beweisen, dass sie von den Morden oder den gewalttätigen Handlungen der Gruppe Kenntnis hatte. Das Gericht wies dieses Argument jedoch zurück und verwies auf mehrere Hinweise, die das Gegenteil deuteten. Dazu gehörten die Anwesenheit von Bleistiftporträts von Mundlos und Böhnhardt in ihrem Haus, eingeschrieben mit dem Wort Unvergessen in Sütterlin-Schrift, und die Wahl des Namens Uwe für ihr drittes Kind, der nach Ansicht des Gerichts unter den Umständen symbolisch gewesen sein könnte.

Das Urteil hat bei den Familien der Opfer, darunter Michalina Boulgarides, der Tochter von Theodoros Boulgarides, der 2005 von der NSU ermordet wurde, Empörung ausgelöst.

Sie betonte, dass zehn Menschen kaltblütig getötet und unzählige andere bei Bombenanschlägen verletzt worden seien, und fragte, wie Gerechtigkeit so leichtfertig erreicht werden könne.

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6 Berichte

taz – die tageszeitung logotaz – die tageszeitungUnabhängigMitteFaktentreue 95Objektivität 90vor 9 Tagen
Prozess um Susann Eminger: NSU-Helferin kommt mit Bewährung davon

Der letzte Prozess im Zusammenhang mit der Nazi-Terrorgruppe NSU endete mit einer milderen Strafe gegen Susann Eminger, eine angebliche Unterstützerin der Gruppe. Das Urteil hat die Angehörigen der Opfer verärgert, die die Aussetzung der Strafe als wenig mehr als eine Freispruchsentscheidung ansehen. Eminger, 45, wurde beschuldigt, eine terroristische Organisation zu unterstützen und bei schweren Raubüberfällen zu helfen. Trotz des Antrags der Staatsanwaltschaft auf vier Jahre Haft reduzierte das Gericht die Strafe auf zwei Jahre mit Bewährung und ohne zusätzliche Bedingungen. Das Paar, Eminger und ihr Ehemann André, waren enge Mitarbeiter des NSU-Kerntrios und leisteten kritische Unterstützung, einschließlich Identitätsdokumente und logistische Hilfe. André war zuvor im NSU-Prozess 2018 verurteilt worden.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Das Thema betrifft zwar einen politisch sensiblen historischen Terrorismusfall, der jedoch ohne offensichtliche ideologische Neigung objektiv dargestellt wird.

Warum Faktentreue (95): The article accurately reports the verdict and the charges against Susann E. It aligns with the primary source in mentioning the defense's argument about lack of evidence for knowledge of NSU crimes. It also includes relevant background information about the NSU's activities.

Warum Objektivität (90): The article maintains a neutral tone throughout, presenting both the court's decision and the reactions of the victims' families without taking sides. It avoids using emotionally charged language.

Süddeutsche Zeitung logoSüddeutsche ZeitungUnabhängig🔒MitteFaktentreue 95Objektivität 90vor 9 Tagen
NSU-Unterstützerin Susann Eminger zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt

Susann Eminger, eine Unterstützerin des nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), wurde nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zu zwei Jahren Haft mit Bewährung verurteilt.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt die Verurteilung von Susann Eminger als rechtliches Ergebnis dar, das auf ihrer Verbindung mit der NSU, einer bekannten extremistischen Organisation, beruht.

Warum Faktentreue (95): The article accurately reports the verdict of a two-year probationary sentence against Susann E. It aligns with the primary source in mentioning the charges and the defense's plea for acquittal. It includes relevant background information about the NSU's activities.

Warum Objektivität (90): The article maintains a neutral tone throughout, presenting the facts without taking sides. It avoids using emotionally charged language and provides a balanced view of the situation.

n-tv logon-tvUnabhängigMitteFaktentreue 90Objektivität 85vor 9 Tagen
Zwei Jahre Haft: NSU-Helferin Susann E. zu Bewährungsstrafe verurteilt - n-tv.de

Ein deutsches Gericht hat Susann E., eine Komplizin im Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) Terrornetzwerk, zu zwei Jahren Gefängnis mit Bewährung verurteilt. Das Urteil wurde von einem Gericht in Deutschland ergangen und markiert ein bedeutendes rechtliches Ergebnis für den Fall, in dem die NSU beteiligt war, die zwischen 2000 und 2007 für mehrere Angriffe auf Einwanderer und Minderheiten verantwortlich war. Susann E. wurde als Unterstützerin der NSU identifiziert und spielte eine Rolle bei der Erleichterung ihrer Aktivitäten. Diese Verurteilung unterstreicht die laufenden Bemühungen, Personen für vergangene extremistische Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert ein sachliches juristisches Urteil ohne offensichtlichen ideologischen Rahmen.

Warum Faktentreue (90): The article accurately reports the verdict of a two-year probationary sentence against Susann E. It aligns with the primary source in mentioning the charges and the defense's plea for acquittal. However, it lacks specific details about the 'Wissenstransfer' argument.

Warum Objektivität (85): The article presents the facts neutrally but uses the headline 'Zwei Jahre Haft: NSU-Helferin Susann E. zu Bewährungsstrafe verurteilt' which might suggest a stronger conviction than what was actually decided.

Der Spiegel logoDer SpiegelUnabhängigMitteFaktentreue 90Objektivität 70vor 9 Tagen
NSU: Beate-Zschäpe-Freundin Susann E. kommt mit Bewährung davon

Der Artikel berichtet über einen Gerichtsprozess, in dem Susann E. beschuldigt wird, der ehemaligen NSU-Terrorgruppe-Mitglied Beate Zschäpe während ihrer Versteckzeit durch Identitätsverfälschung geholfen zu haben. Die Staatsanwaltschaft forderte eine vierjährige Haftstrafe, aber das Gericht verurteilte sie stattdessen zu einer Bewährung. Die Verteidigung argumentierte, es gebe nicht genügend Beweise, dass E. von den NSU-Verbrechen wusste. Susann E. ist mit André E. verheiratet, der zuvor wegen Unterstützung des Terrornetzwerks verurteilt wurde.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sowohl die Ansprüche der Anklage als auch die Argumente der Verteidigung, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.

Warum Faktentreue (90): The article accurately conveys the verdict and the charges against Susann E. It mentions the defense's argument about no evidence of knowledge of NSU crimes, matching the primary source. However, it lacks specific details about the 'Wissenstransfer' argument and focuses more on the victim's perspect

Warum Objektivität (70): The article has a clear bias towards the victims' perspective, quoting Michalina Boulgarides who calls the sentence a scandal. This introduces a subjective viewpoint rather than maintaining strict neutrality.

Bild logoBildUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 75vor 9 Tagen
NSU-Unterstützerin: Zschäpe-Freundin zu 2 Jahren Haft verurteilt

Ein deutsches Gericht hat eine Frau, die mit dem Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in Verbindung steht, zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Angeklagte wurde als Unterstützerin der rechtsextremen extremistischen Gruppe identifiziert, die für mehrere gewaltsame Angriffe auf Einwanderer und Minderheiten in Deutschland verantwortlich war. Das Urteil unterstreicht die laufenden Gerichtsverfahren gegen Personen, die mit der NSU in Verbindung stehen, die jahrelang unter dem Radar operierte, bevor sie 2005 aufgedeckt wurde. Der Fall unterstreicht die fortgesetzten Bemühungen der Behörden, Mitglieder dieses extremistischen Netzwerks zur Rechenschaft zu ziehen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert ein faktisches rechtliches Ergebnis ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen. Während das Thema rechtsextremen Extremismus betrifft, konzentriert sich die Berichterstattung auf den Justizprozess, anstatt eine bestimmte politische Agenda zu fördern.

Warum Faktentreue (85): The article accurately reports the verdict of a two-year probationary sentence against Susann E. It aligns with the primary source in mentioning the charges and the defense's plea for acquittal. However, it lacks specific details about the 'Wissenstransfer' argument and focuses more on the headline.

Warum Objektivität (75): The article has a clear bias towards the conviction, using the headline 'NSU-Unterstützerin: Zschäpe-Freundin zu 2 Jahren Haft verurteilt' which emphasizes the conviction without providing much context or balance.

Bild logoBildUnabhängigKonservativvor 3 Std.
CSD-Terrorist tot! Vater: „Er wurde einer Gehirnwäsche unterzogen“

Der Artikel berichtet über den Tod einer Person, die als "CSD-Terrorist" identifiziert wurde, was sich wahrscheinlich auf ein Mitglied einer rechtsextremen extremistischen Gruppe bezieht.

Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel verwendet Begriffe wie "Terrorist" und "Gehirnwäsche", was eine rechtsextreme Darstellung des Extremismus impliziert. Der Fokus auf ideologische Indoktrination stimmt mit konservativen Narrativen überein, die Radikalisierung oft eher externen Einflüssen als systemischen Problemen zuordnen.

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