Der österreichische Postdienst, Post, wurde vom Verwaltungsgericht mit 13 Millionen Euro bestraft, nachdem er für schuldig befunden wurde, illegale politische Präferenzen von Millionen von Bürgern profiliert zu haben. Der Fall, der 2018 begann, beinhaltete die Verwendung von Adressdaten und statistischen Informationen, um politische Zugehörigkeiten abzuleiten, die dann an Werbetreibende für gezielte Kampagnen verkauft wurden. Diese Praxis verstoß gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), da keine Einwilligung eingeholt wurde. Nach sieben Jahren juristischer Schlachten hat das Gericht die Strafe abgeschlossen und die anfängliche Geldstrafe von 18 Millionen Euro reduziert. Darüber hinaus hatte das Unternehmen bereits mehr als 2,7 Millionen Euro als Entschädigung an betroffene Personen gezahlt, wobei die meisten Fälle nun gelöst sind. Juristische Experten betonen die Bedeutung des Falles für den Datenschutz in ganz Europa.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält eine sachliche Darstellung einer Rechtsentscheidung gegen Post wegen Verletzung der DSGVO-Vorschriften durch politisches Profiling.





