Der argentinische Oberste Gerichtshof hat entschieden, dass der Fall eines luxuriösen Herrenhauses in Pilar, das mit dem argentinischen Fußballverband (AFA) verbunden ist, an das Bundesgericht in Campana zurückgegeben wird. Diese Entscheidung markiert eine Umkehrung früherer Entscheidungen und bringt die Untersuchung wieder in die Zuständigkeit von Richter Adrián González Charvay, der zuvor in anderen Fällen im Zusammenhang mit der AFA beteiligt war.
Der Fall entstand im Dezember 2025, als Mitglieder der Zivilkoalition, darunter Elisa Carrió, eine Beschwerde gegen eine potenzielle Geldwäsche im Zusammenhang mit der AFA einreichten. Die fragliche Immobilie, die sich in Villa Rosa im Bezirk Pilar befindet, erstreckt sich über 105.000 Quadratmeter und umfasst ein Herrenhaus, eine Pferdefarm, einen Hubschrauberlandeplatz und eine Garage mit 54 High-End-Fahrzeugen im Wert von rund 21 Millionen US-Dollar. Die Immobilie ist bei Real Central SRL registriert, einer Firma im Besitz von Pantano und seiner Mutter, die verdächtigt werden, als Finanzintermediäre für Pablo Toviggino, den Schatzmeister der AFA, zu fungieren.
Im Laufe der Untersuchung durchlief der Fall mehrere Gerichtsbarkeiten, beginnend in Comodoro Py, bevor er an das Wirtschaftsstrafgericht in Buenos Aires übertragen wurde.
Der Richter González Charvay, der zuvor andere Fälle im Zusammenhang mit der AFA behandelt hatte, stand wegen seiner vermeintlichen Nähe zur Organisation, die er jetzt untersuchen soll, im Mittelpunkt der Kontroverse.
Bei einer Razzia, die Richter Daniel Rafecas im Dezember durchführte, entdeckte die Polizei zwei Führerscheine, die auf den Namen von Toviggino's Sohn Máximo ausgestellt wurden, in Luxusfahrzeugen, die auf dem Grundstück gelagert waren. Eine Lizenz erlaubte den Betrieb eines Porsche 718 Cayman S, während eine andere Toviggino's ehemaliger Frau, María Julia Del Castillo Orellana, gehörte, die einen Porsche Macan S fuhr. Diese Dokumente haben zusammen mit anderen Gegenständen wie einer schwarzen Tasche mit Toviggino's Namen und einer Tafel der AFA die Vorwürfe gegen ihn gestärkt.
Der Zugang zu bestimmten Bereichen des Herrenhauses, insbesondere zum Quincho, erforderte eine biometrische Fingerabdrucküberprüfung, was auf ein Maß an Privatsphäre und Exklusivität hindeutet. Das Vorhandensein dieser persönlichen Gegenstände hat neben der umfangreichen Fahrzeugsammlung die Kontrolle über den Besitz und die finanziellen Geschäfte im Zusammenhang mit dem Eigentum verstärkt. Die Untersuchung hat auch erhebliche finanzielle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Wartung und dem Transport der Fahrzeuge aufgedeckt.
Diese Zahlen unterstreichen das Ausmaß der mutmaßlichen illegalen Aktivitäten und unterstreichen die Komplexität des Falles. Die Immobilie selbst ist unter Ana Lucía Conte, einer pensionierten Person, und Luciano Pantano, einem selbstständigen Arbeitnehmer, registriert. Während beide als gesetzliche Eigentümer benannt werden, vermuten die Behörden, dass sie möglicherweise als Fassaden für andere agieren, möglicherweise einschließlich Toviggino. Die Untersuchung zielt darauf ab, zu klären, ob die registrierten Eigentümer das Vermögen wirklich kontrollierten oder lediglich Vermittler waren. Der Fall entwickelt sich weiter, mit laufenden rechtlichen Herausforderungen und neuen Beweisen.
Das Ergebnis dieses komplexen Gerichtsverfahrens wird wahrscheinlich die zukünftigen Entwicklungen in der umfassenderen Untersuchung der finanziellen Praktiken und der potenziellen Korruption der AFA beeinflussen.
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