Die 15-jährige María de los Ángeles Izquierdo wird nach Indien reisen, um am Bau eines Mondsatelliten teilzunehmen, was einen historischen Moment für die kolumbianische Jugend und die Wissenschaftsbildung markiert. Die junge Frau aus Palmira, in der Region Valle del Cauca, wurde durch einen von der kolumbianischen Raumfahrtagentur (AEC) organisierten Wettbewerb ausgewählt. Unter 100 Teilnehmerinnen, Frauen, die ein Interesse an Programmierung, Robotik und Luft- und Raumfahrttechnik teilen, wurde sie ausgewählt, um sich einer Mission anzuschließen, bei der sie und 107 andere Mädchen einen CubeSat für die indische Weltraumforschungsorganisation bauen werden.
Über drei Jahre verfolgte sie selbstgesteuerte Studien, darunter Online-Kurse von Universitäten in den Vereinigten Staaten und Kooperationen mit der NASA. Ihre Leidenschaft und Entschlossenheit erregte die Aufmerksamkeit der Lehrer an ihrer Schule, insbesondere derer in der Automatisierungstechnologie, die ihre pädagogischen Bemühungen unterstützten. Ihre Mutter spielte eine entscheidende Rolle und diente als ihre primäre Motivation und Ermutigung während dieses Prozesses. Die Gelegenheit, am Wettbewerb teilzunehmen, kam unerwartet. María erfuhr davon durch einen Mentor und beschloss, sich zu bewerben.
Als sie die Nachricht erhielt, war sie bei ihrer Mutter und konnte ihre Emotionen kaum unterdrücken, als sie bei dem Gedanken, Kolumbien im Ausland zu vertreten, in Tränen ausbrach. Im Rahmen der Mission werden María und die anderen Teilnehmer zusammenarbeiten, um einen CubeSat zu bauen, eine Art kleiner Satellit, der für wissenschaftliche Forschung und technologische Experimente verwendet wird.
Das Projekt wird unter der Leitung der Indian Space Research Organisation durchgeführt, mit der Beteiligung internationaler Mitarbeiter. Das Team besteht aus Mädchen aus der ganzen Welt, die verschiedene kulturelle Perspektiven und Fachkenntnisse in die Anstrengungen einbringen. Die Mission beinhaltet auch die Teilnahme des indischen Premierministers und des Gründers der Mondsatelliteninitiative. Pilar Zamora, Präsidentin und Gründerin der AEC, erklärte, dass der Auswahlprozess über 108 Länder umfasste, von denen jede Gruppen von Mädchen im Alter von 12 Jahren und älter mit Fähigkeiten in Themen wie Wissenschaft, Mathematik, Chemie und Physik entsandte.
Von Kolumbien wurden 100 Mädchen ausgewählt und im Laufe eines Jahres in den Bereichen Satellitenbau, Softwareprogrammierung, Datenanalyse, Raketenbau und Startverfahren ausgebildet. María zeichnete sich dadurch aus, dass sie alle Module abschloss und ein außergewöhnliches Potenzial zeigte. Zamora betonte, dass diese Erfahrung eine einzigartige Gelegenheit für kolumbianische Mädchen darstellt, sich der globalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu nähern und zu verstehen, wie ihre Träume Wirklichkeit werden können. Sie hob die Bedeutung der Stärkung junger Frauen durch Bildung und Innovation hervor und stellte fest, dass die Geschichte von María die Möglichkeiten widerspiegelt, die anderen im Land zur Verfügung stehen.
Die AEC hat intensiv daran gearbeitet, ihre Präsenz international zu etablieren, und dieser Wettbewerb ist Teil einer breiteren Bemühung, die Entwicklung der Jugend und den wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern. Die Agentur hofft, dass die Regierung solche Initiativen weiterhin unterstützen und sie national und regional ausbauen wird. Mit den bereits bestehenden Plattformen für Bildung und internationale Wettbewerbe ist es das Ziel, diese Programme zu replizieren und zu skalieren, um mehr Studenten in ganz Kolumbien zu fördern.
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