Archäologen entdeckten in der Nähe des heutigen Bahnhofs einen umgestürzten Grabstein, der mit der alten römischen Siedlung Emona in Verbindung gebracht wurde. Die während sorgfältiger Ausgrabungen gemachte Entdeckung hat neue Fragen zur frühen Geschichte der Region aufgeworfen. Der Stein wurde in der Nähe des heutigen Bahnhofs gefunden und scheint auf das 1. Jahrhundert n. Chr. zurückzuführen, was ihn zu den frühesten Überresten der Gründungszeit von Emona zählt.
Vorläufige Beurteilungen deuten darauf hin, dass der Grabstein angesichts seines aufwendigen Designs und der Fülle an Details, die er enthält, jemandem von beträchtlichem Status gehörte. Zwei lebensgroße Statuen des Verstorbenen wurden neben der eingeschriebenen Platte positioniert, ein seltenes Merkmal in solchen archäologischen Funden. Diese Zahlen, zusammen mit der Inschrift, deuten darauf hin, dass die hier begrabene Person möglicherweise eine prominente bürgerliche Rolle innerhalb der Gemeinschaft gespielt hat. Einige Experten spekulieren, dass er als Duovir, ein lokaler Magistrat oder Beamter, der eine Schlüsselrolle in der Verwaltung der Siedlung gespielt hätte, gedient haben könnte.
Es wurde wahrscheinlich in der nahe gelegenen Stadt Oglej geschnitzt, die während der Römerzeit für die Herstellung hochwertiger Steinarbeiten bekannt war. Die Lage des Fundes, in der Nähe des heutigen Bahnhofs, deutet darauf hin, dass dieses Gebiet einst im Zentrum des städtischen Layouts von Emona stand. Dies stimmt mit historischen Aufzeichnungen überein, die darauf hindeuten, dass sich die Stadt um ein großes Straßennetz entwickelte, wobei der Bahnhofplatz möglicherweise einer wichtigen Kreuzung oder einem administrativen Knotenpunkt in der Antike entsprach.
Die Anwesenheit von zwei geformten Figuren, die die Inschrift flankieren, ist besonders bemerkenswert, da sie die Bedeutung widerspiegelt, die der Ehrung des Verstorbenen durch visuelle Darstellung beigemessen wird. Solche Merkmale werden häufiger mit Elitengräbern in römischen Provinzen in Verbindung gebracht, was darauf hindeutet, dass die hier begrabenen Personen eine Position von Einfluss oder Prestige innerhalb der Gemeinschaft innehatten.
Die Forscher hoffen, dass eine weitere Analyse die Identität der auf dem Stein geschilderten Person und deren Rolle bei der frühen Entwicklung der Region aufklären wird. Der Grabstein wird zur detaillierten Untersuchung und Erhaltung in ein Restaurierungszentrum transportiert. Sobald er stabilisiert ist, wird er einer gründlichen Untersuchung unterzogen, um sein genaues Alter, seine Herkunft und seine Bedeutung zu bestimmen.
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