Neue Studie: Leben in der Nähe von Waschküchen kann das Risiko für schwere Krankheiten erhöhen
Eine neue Studie hat herausgefunden, dass das Leben in der Nähe von Reinigungsgeräten das Risiko für die Entwicklung der Parkinson-Krankheit erhöhen kann. Die Forschung, veröffentlicht in der Zeitschrift npj Parkinson-Krankheit, analysierte Daten von über 19 Millionen Amerikanern im Alter von 67 und älter zwischen 2016 und 2018. Es stellte fest, dass Menschen, die innerhalb von 150 Metern von einer Reinigungsfirma lebten, ein um 14% höheres Risiko für Parkinson hatten, verglichen mit denen, die 6,4 bis 8 Kilometer entfernt lebten. Das Risiko war sogar noch höher, 23%, für Personen mit schweren Mobilitätsproblemen und 25% für Personen mit Parkinson, die mit Demenz verbunden sind. Die Studie stellt jedoch fest, dass dies eine Korrelation ist, kein Beweis für die Ursache. Die Ergebnisse basieren auf früheren Forschungen, die Umweltfaktoren wie Luftverschmutzung, Mikroplastik und Pestizide mit Gesundheitsrisiken verbinden, einschließlich Parkinson. Die Wissenschaftler betonen die Bedeutung der Erkennung dieser Expositionen, um besser zu verstehen, wie die Krankheitslast reduziert werden kann.
Die Studie analysierte Daten von über 19 Millionen Amerikanern im Alter von 67 Jahren und älter unter Verwendung von Informationen aus dem Medicare-Gesundheitssystem zwischen 2016 und 2018. Die Forscher berücksichtigten Variablen wie Alter, Geschlecht, Rasse und Einkommen, bevor sie die Korrelation zwischen der Nähe zu chemischen Abfallanlagen und der Parkinson-Diagnose ermittelten.
Bei den Teilnehmern mit diagnostiziertem Parkinson-Krankheit zeigten diejenigen, die am nächsten zu diesen Orten lebten, ein um 14 Prozent erhöhtes Risiko, während diejenigen mit stärker ausgeprägten motorischen Symptomen ein um 23 Prozent höheres Risiko aufwiesen. Patienten mit demenzbedingtem Parkinson zeigten ein um 25 Prozent höheres Risiko, obwohl der Zusammenhang mit der Entfernung in dieser Untergruppe weniger klar war. Die Ergebnisse beruhen auf früheren Studien, die den Wohnort mit der Exposition gegenüber Umweltgefahren und nachfolgenden gesundheitlichen Ergebnissen in Verbindung gebracht haben. Frühere Forschungen haben den Wohnort mit Demenzrisiken und sogar der Alterungsrate in Verbindung gebracht, was darauf hindeutet, dass Nachbarschaftsbedingungen die langfristige Gesundheit beeinflussen können.
Umweltbedingte Risikofaktoren für Parkinson sind Luftverschmutzung, Mikroplastik und Pestizide, Substanzen, die sogar in Gebieten, die traditionell nicht als Hochrisikogebiete angesehen werden, zur Neurodegeneration beitragen können. Diese neueste Studie konzentrierte sich speziell auf chemische Abfallstellen, die oft giftige Substanzen wie Trichlorethylen (TCE) enthalten.
Die Autoren stellten fest, dass die in ihrer Analyse beobachteten räumlichen Muster darauf hindeuten, dass bestimmte Gebiete möglicherweise überproportional stark von der Kontamination durch Abfallstandorte betroffen sind, möglicherweise aufgrund veralteter Infrastruktur, geologischer Merkmale oder Bevölkerungsdichte. Trotz der Bedeutung der Ergebnisse erkennt die Studie mehrere Einschränkungen an.
Dennoch argumentieren die Forscher, dass die Ergebnisse angesichts des bekannten Ausmaßes des Problems die Dringlichkeit einer gezielten Überwachung und weiteren Untersuchung der Umweltauswirkungen unterstreichen. Der Hauptautor, Dr. Brad Racette, Neurologe am Barrow Neurological Institute in Phoenix, betonte, dass die Erkennung solcher Expositionen ein entscheidender Schritt ist, um zu verstehen, wie zukünftige Bemühungen die Belastung der Parkinson-Krankheit reduzieren könnten. Er fügte hinzu, dass die Studie die Bedeutung von Umweltfaktoren bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen unterstreicht.
Da die wissenschaftliche Gemeinschaft weiterhin das komplexe Zusammenspiel zwischen Umwelt und Gesundheit erforscht, liefert diese Forschung wertvolle Erkenntnisse über die mögliche Rolle industrieller Schadstoffe bei neurologischen Erkrankungen und wirft Fragen über die Notwendigkeit verbesserter Regulierungen und Sanierungsstrategien auf, die darauf abzielen, Gemeinden in der Nähe gefährlicher Standorte zu schützen.
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