Der Vorschlag, der von Senatorin Simona Malpezzi geleitet und von der italienischen Gesellschaft für Pädiatrie und der Stiftung Terre des Hommes unterstützt wird, zielt darauf ab, nationale Richtlinien für die Bildschirmbelastung von Kleinkindern zu erlassen, die eine solche frühe Nutzung als "extrem schädlich" bezeichnen und drängen, sie bis zum Alter von drei Jahren zu vermeiden.
Das vorgeschlagene Gesetz zielt darauf ab, alle Systeme rund um die Kinderbetreuung, einschließlich der pränatalen Kurse, Mutterschaftseinheiten, Gesundheitszentren und Kinderkliniken, in einen einheitlichen Rahmen zu integrieren, der sich auf den Schutz von Kleinkindern konzentriert. Laut Malpezzi betont das Gesetz die Erziehung der Eltern und das Bewusstsein für die mit der vorzeitigen Verwendung von Geräten verbundenen Risiken. Sie erklärte, dass die Maßnahme wissenschaftliche Beweise in strukturierte Präventionsbemühungen umwandelt und sicherstellt, dass Familien klare Anleitungen zum Schutz der Entwicklung ihrer Kinder erhalten.
Rino Agostiniani, Präsident der italienischen Gesellschaft für Pädiatrie, erklärte, dass das Gehirn in den ersten Lebensjahren ein außergewöhnliches Wachstum durchläuft, das reale Erfahrungen wie Interaktion, Bewegung, Spielen und Zuhören erfordert. Er betonte, dass die Technologie selbst zwar nicht von Natur aus schlecht ist, aber wenn sie zu früh eingeführt wird, kann dies diese wesentlichen Entwicklungsaktivitäten beeinträchtigen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass selbst eine kleine Erhöhung der Bildschirmzeit, wie etwa 30 Minuten täglich, das Risiko von Sprachverzögerungen im Alter von zwei Jahren verdoppeln kann.
Federica Giannotta, Leiterin der Vertretung und der Projekte für den italienischen Zweig von Terre des Hommes, stellte fest, dass vielen Eltern das Wissen über die potenziellen Schäden einer frühen Bildschirmbelastung fehlt und sie oft Entscheidungen treffen, die auf einem begrenzten Verständnis basieren. Sie hob die Notwendigkeit effektiverer Maßnahmen zum Schutz von Kindern hervor, die in sehr jungen Jahren zunehmend digitalen Geräten ausgesetzt sind. Agostiniani diskutierte weiter über die breiteren Auswirkungen der Bildschirmnutzung, insbesondere bei Jugendlichen. Er warnte davor, dass eine übermäßige Nutzung sozialer Medien das persönliche Wachstum und die akademische Leistung behindern, Schlafmuster stören und soziale Interaktionen in der realen Welt reduzieren kann.
Das könnte zu weniger widerstandsfähigen Teenagern führen, die im Erwachsenenalter mit Herausforderungen zu kämpfen haben. Er erkannte die Bedeutung der Adoleszenz bei der Gestaltung der Selbstwahrnehmung und des Selbstvertrauens an, betonte aber, dass eine übermäßige Abhängigkeit von virtuellen Umgebungen diese kritischen Aspekte der Entwicklung schwächen kann. Senator Malpezzi äußerte die Hoffnung, dass der Gesetzentwurf rasch angenommen wird, und betonte seine überparteiliche Unterstützung für alle politischen Gruppen. Sie beschrieb die Initiative als ein Mittel, Familien zu helfen, die Komplexität der modernen Erziehung zu meistern, insbesondere in einer Zeit, in der digitale Werkzeuge allgegenwärtig sind.
Durch die Bereitstellung klarerer Richtlinien und größerer Unterstützung wird das Gesetz Eltern in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen, bei denen das Wohlergehen ihrer Kinder im Vordergrund steht.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 5 €/Monat.
Unterstützer werden