Ein Ehepaar aus der Reichsbürger- und "Selbstverwaltungsbewegung" wurde wegen nicht rechtzeitiger medizinischer Versorgung ihres zweijährigen Kindes, das aufgrund schwerer Atemprobleme starb, zu einer befristeten Haftstrafe verurteilt. Die Eltern, die die konventionelle medizinische Behandlung aufgrund ideologischer Überzeugungen ablehnten, brachten das Kind trotz chronischer Atemprobleme, die früher diagnostiziert worden sein könnten, nicht zum Arzt. Sie riefen erst nach einer erheblichen Verschlechterung des Zustands des Kindes Anfang 2023 einen Krankenwagen. Das Gericht entschied, dass ihre Unfähigkeit, die notwendige medizinische Versorgung bereitzustellen, fahrlässigen Mord durch Unterlassung darstellt. Die Eltern wurden im April 2025 nach einem fehlenden geplanten Prozess per Haftbefehl verhaftet, da die Polizei ihre Anwesenheit nicht erzwingen konnte.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine sachliche Darstellung eines Gerichtsverfahrens, an dem Personen der Reichsbürgerbewegung beteiligt sind, einer politisch aufgeladenen Gruppe in Deutschland.





