Nach dem Ausbruch aus der Insolvenz plant die Automobilteile-Kette Forstinger neue Geschäfte in Niederösterreich und Wien. Laut Geschäftsführer Rudolf Bayer erwartet das Unternehmen in diesem Jahr erstmals seit der dritten Insolvenz ein deutlich positives Betriebsergebnis. "Wir sind erfolgreich zur Profitabilität zurückgekehrt", sagte er der Zeitung Kurier.
Darüber hinaus haben die Mitarbeiter fünf Monate lang zehn Prozent ihres Gehalts nicht erhalten. Es war eine schwierige Zeit", fasste Bayer zusammen. Forstinger plant, sein Werkstattgeschäft zu erweitern. Der Umsatzanteil der Dienstleistungen ist in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen, von acht Prozent auf 18 Prozent. Als Ergebnis konzentriert sich das Unternehmen auf den Ausbau seiner Werkstatt. In diesem Jahr wurden zehn zusätzliche Aufzugsplattformen an bestehenden Standorten installiert, und alte Maschinen wurden durch moderne Geräte ersetzt, um in den arbeitsreichen Zeiten im Herbst und Frühjahr schneller zu arbeiten. Insgesamt investierte das Unternehmen in diesem Geschäftsjahr 85.000 Euro in Werkstattgeräte.
Die Standorte werden nicht nur modernisiert, sondern auch ersetzt. Im vergangenen Oktober eröffnete Forstinger in Neunkirchen (Niederösterreich) im ehemaligen Zezula-Autohaus einen neuen Standort und schloss dort die bisherige Niederlassung. Seitdem bietet der Standort nicht nur § 58a-Inspektionsprüfungen, sondern auch umfassende Werkstattdienstleistungen mit drei Aufzugsplattformen und drei Mechanikern. "Dies wird nicht nur in der Stadt Neunkirchen, sondern im gesamten Bezirk gut aufgenommen", stellte Bayer fest. Zuvor hatte das Unternehmen auch einen Standort in Baden bei Wien verlegt. Neue Standorte sind in Wien, Niederösterreich und Tirol geplant.
Derzeit gibt es bis zu 20 Standorte, an denen "eine Börse sinnvoll wäre, um sie technisch zu verbessern", erklärte Bayer. In St. Pölten sucht der Geschäftsführer seit mehreren Monaten nach neuen Geschäfts- und Werkstattflächen. Den bestehenden Standorten werden in Zukunft weitere hinzukommen. Bayer erwähnte zwei bis drei neue Niederlassungen pro Geschäftsjahr, möglicherweise sogar mehr, wenn die Kosten neutral bleiben. Insgesamt soll die Kette von 69 auf 80 Standorte wachsen. Insbesondere in Wien und Niederösterreich sollte das Netzwerk dichter werden. Wachstumspotenzial wird auch in der Region Innsbruck gesehen. Der Online-Shop, den Forstinger seit knapp über einem Jahr betreibt, wächst langsamer als ursprünglich erwartet.
Während die Plattform im Allgemeinen gut funktioniert, entwickelt sie sich langsamer als erwartet, berichtete Bayer. Im Webshop sind noch zu wenige Produkte verfügbar, und die Lagerung einzelner Artikel ist arbeitsintensiv. Vielleicht war ich ein bisschen zu optimistisch und dachte, es wäre einfacher. Bayer hat nicht offenbart, wie groß der Online-Anteil am Umsatz ist. Seit Mai ist die Automobilteile-Kette auch der 17. Partner des Jö-Bonusclubs geworden. Das Kundenbindungsprogramm ist für das Unternehmen sicherlich interessant, aber Bayer betonte, dass Erfolg nicht über Nacht erreicht werden kann. Einige Ladenmanager haben berichtet, dass seit Beginn der Partnerschaft mehr neue Kunden in die Geschäfte gekommen sind.
Bald wird das Unternehmen mit der Geschäftsführung von Jö zusammenarbeiten, um Daten aus der Anfangszeit zu analysieren.
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