Višarje, ein hoher Bergpass in Slowenien, ist weiterhin ein einigendes Symbol für Slowenen, unabhängig davon, wo sie leben. Am 2. August versammeln sich Tausende bei der jährlichen Romanje Treh Slovenij, die 38. Ausgabe dieser geschätzten Tradition. Organisiert von der Rafaelova Družba aus Ljubljana und der Union der slowenischen Missionare im Ausland, zieht die Veranstaltung Teilnehmer aus allen Ecken der Welt an, die in ihrer Heimat verwurzelt sind, die im Ausland leben und die, die ausgewandert sind.
Ein Hauptredner von Dr. Zvonet Štrublja, einem Übersee-Missionar, wird das Erbe der frühen slowenischen Schriftsteller untersuchen und die Verbindungen von Trubar nach Kosovel verfolgen. Der Gottesdienst wird eine Messe unter der Leitung von Bischof Dr. Ivan Jurkovič umfassen, gefolgt von einem kulturellen Programm mit lokalen Künstlern und Darstellern. Unter ihnen wird der Diakon Janko Krištof sein, der Kosovels Gedichte präsentieren wird, und die Gesangsgruppe Sanje aus Podjuna an der Koroska, die für ihre traditionelle Volksmusik bekannt ist. Ein Klarinettquartett, darunter Slavko Goričar, Milan Pavliha, Janez Mramor und Matev Mercinž, wird ebenfalls teilnehmen und eine musikalische Hommage an die Veteranen von Ljubljana darstellen.
Am 31. Juli wird im Beneška-Palast in Naborjet eine Sonderausstellung mit dem Titel Višarje, sledi nekemu potovanju eröffnet. Die Besucher können eine kuratierte Ausstellung erwarten, die die Reise des Festivals und seine Bedeutung für die slowenische Identität widerspiegelt.
Das zweite Konzert der Serie findet am Sonntag, den 2. August, am selben Ort statt, mit der Vokalgruppe Sanje aus dem Suhe/Neuhaus in Podjuna. In diesem Jahr wird Romanje auch Teilnehmer der Višarski Dni mladih, einer Jugendinitiative, die das Leben in Triest, Devin und Benkovac erforscht, begrüßen. Diese jungen Slowenen, die während der Woche an kulturellen Austauschs beteiligt waren, werden sich den Feierlichkeiten anschließen und der Veranstaltung eine neue Dimension verleihen.
Viele Teilnehmer wählen den 1.700 Meter hohen Pass über die Seilbahn, während andere sich für eine mühsamere Wanderung entscheiden und den steilen Weg in nur zwei Stunden hinauflaufen. Das zerklüftete Gelände dient als Metapher für die Widerstandsfähigkeit der slowenischen Kultur, die trotz Jahrhunderten der Teilung und Migration durch Traditionen wie die Romanje tief verbunden ist.
Ob man nun ein langjähriger Einwohner, ein Diaspora-Mitglied oder ein Besucher ist, die Romanje bietet eine Chance, sich wieder mit den Wurzeln zu verbinden, gemeinsame Werte zu feiern und die Zugehörigkeit zu einer breiteren slowenischen Familie zu bekräftigen.
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