Bei der 32. Filmfestspiele von Sarajevo erreichte Slowenien mit 16 Filmen und einer Serie eine Rekordbeteiligung, was im Vergleich zu den Vorjahren einen bemerkenswerten Anstieg darstellt. Unter ihnen wird der Spielfilm Vse, kar je narobe s tabo des slowenischen Regisseurs Urša Menart am Sonntag in Sarajevo seine Weltpremiere haben. Der Film untersucht Themen von Freundschaft, emotionaler Verlagerung und Sehnsucht nach Nähe durch die Geschichte von Maruša, die sich nach dem Tod ihrer Mutter verloren fühlt. Sie verbindet sich online mit Alja, einer Krankenschwester, die in einer kleinen Küstenstadt in Deutschland lebt, und teilt sowohl Humor als auch Herausforderungen.
Die Auswahlkommission prüfte insgesamt 1.215 Filme, darunter 210 Spielfilme, 305 Dokumentarfilme und 700 Kurzfilme, von denen 51 um den begehrten Sarajevo Heart Award konkurrierten. Die Jury für den Hauptwettbewerb wird von der britischen Schauspielerin Emily Watson geleitet, die auch die Sarajevo Heart-Ehrung erhalten wird. Weitere Juroren sind der mexikanische Schauspieler und Regisseur Diego Luna, der iranische Filmemacher Asghar Farhadi, der bosnisch-herzegowinische Schauspieler Emir Hadžihafizbegović und der amerikanische Schauspieler Woody Harrelson.
Urša Menart, die nach ihrem Debüt Ne bom več luzerka (2018) zum Festival zurückkehrte, beschrieb ihre neue Arbeit als eine tief persönliche Erforschung menschlicher Beziehungen in einer modernen, zunehmend isolierten Welt.
Nach Angaben der Auswahlkommissionmitglied Elma Tataragić bieten die ausgewählten Filme ein breites Panorama, das von intimen Familiendramen und Erwachsenheitsgeschichten bis hin zu sozial bewusstem Realismus und formell wagemutigen Autorarbeiten reicht.
Der Film fängt den Stolz und die Widerstandsfähigkeit von Müttern und Töchtern ein, während sie ihr Erbe auf dem größten Hirtengebiet auf dem Balkan bewahren. Der Dokumentarfilm ist Teil einer breiteren Bemühung, die kulturellen und sozialen Erzählungen des Alltagslebens in der Region hervorzuheben. Das Sarajevo Film Festival dient weiterhin als eine wichtige Plattform für aufstrebende und etablierte Filmemacher und bietet einen Raum für Dialog, Austausch und Anerkennung. Mit seinem Fokus auf Vielfalt, Qualität und künstlerische Innovation bleibt das Festival ein Schlüsselerlebnis im globalen Filmkalender und zieht Zuschauer und Teilnehmer aus der ganzen Welt an.
Mit der Annäherung des Festivals wächst die Erwartung auf die Filme und Gespräche, die in den kommenden Tagen stattfinden werden.
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