Das Parlament des Kantons Zürich hat einen von der SVP (Schweizer Volkspartei) vorgeschlagenen Antrag auf Verbot des Kopftuchs in öffentlichen Schulen und Kindergärten gebilligt. Die Maßnahme würde Mädchen und Frauen verbieten, religiöse Kopfbedeckungen in diesen Einrichtungen zu tragen. Der mit 87 zu 82 Stimmen knapp verabschiedete Antrag zitiert Frankreichs Schulkopftuchverbot von 2004 als Vorbild und behauptet, dass er die Integration und die akademischen Ergebnisse für muslimische Schüler verbessert. Während die konservativen Parteien (SVP, FDP, Teile der GLP und EVP) den Antrag unterstützten, lehnten die linken und zentristischen Fraktionen ihn ab und argumentierten, dass er die Religionsfreiheit verletzt und zu Diskriminierung muslimischer Frauen anstacheln könnte. Die Kantonsregierung hat zwei Jahre Zeit, um einen verfassungskonformen Rechtsrahmen zu erarbeiten.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel formuliert den Antrag als einen fortschrittlichen Schritt in Richtung säkularer Bildung und nennt Frankreich als positives Beispiel.




