2 Millionen Erwachsene unter 35 Jahren lebten mit ihren Eltern zusammen, was einen Anstieg im Vergleich zu den Niveaus darstellt, die während des Höhepunkts der Coronavirus-Krise verzeichnet wurden. Dieser Trend spiegelt breitere wirtschaftliche Belastungen wider, darunter stagnierende Löhne und steigende Wohnkosten, die ein unabhängiges Leben für viele junge Erwachsene zunehmend unerreichbar gemacht haben. Die Verschiebung in Richtung des Zusammenlebens mit Familienmitgliedern wurde sowohl durch Notwendigkeit als auch durch Wahl vorangetrieben. Viele dieser Personen sind beschäftigt, aber ihr Einkommen kämpft, um mit der Inflation Schritt zu halten. Unter denjenigen im Alter von 25 bis 34 Jahren, die zu Hause leben, arbeiten laut den Ergebnissen etwa 70%.
Karleigh Gaudreau, eine 34-jährige Business-Coachin und Content-Erstellerin, ist ein Beispiel für diese Situation. Nachdem sie eine Beziehung mit einem Partner in South Carolina beendet hatte, konnte sie sich keine unabhängige Wohnung leisten. Mit einem Jahreseinkommen von rund 60.000 US-Dollar erklärte Gaudreau, dass sie zwar die gemeinsame Miete bewältigen konnte, aber die zusätzlichen Ausgaben für Versorgungsleistungen, Studienkreditzahlungen und ein Auto die Selbstversorgung erschwerten. Sie schätzte, dass ein Haushaltseinkommen von mindestens 85.000 US-Dollar erforderlich wäre, um einen Lebensstandard außerhalb des Hauses aufrechtzuerhalten.
Eine separate Analyse von LendingTree ergab, dass sich weniger als 40% der Haushalte, die keine Hausbesitzer sind, ein typisches Starterhaus leisten können. Steigende Hauspreise und erhöhte Hypothekenzinsen haben erheblich zu dieser Erschwinglichkeitslücke beigetragen. Infolgedessen wenden sich mehr junge Erwachsene der Familienunterstützung als einer praktischen Lösung für die Wohnungsunsicherheit zu. Für einige bietet die Rückkehr nach Hause eine vorübergehende Erleichterung, die es ihnen ermöglicht, Geld zu sparen und finanzielle Stabilität aufzubauen, bevor sie versuchen, eine Immobilie selbstständig zu kaufen. Experten betonen, dass das Problem eher systemisch als isoliert ist.
Susan Wachter, Professorin für Immobilien an der Wharton School of Business der University of Pennsylvania, stellte fest, dass die Herausforderungen der Erschwinglichkeit alle Segmente der Gesellschaft betreffen. "Es geht nicht nur um den Preis des Hauses und der Hypothek", erklärte sie. "Ihre Kommentare unterstreichen die Notwendigkeit breiter angelegter politischer Maßnahmen, um die Ungleichheit im Wohnraum zu bekämpfen und jüngere Generationen zu unterstützen, die mit wirtschaftlicher Unsicherheit konfrontiert sind". Für Gaudreau hat sich das Leben zu Hause als vorteilhaft erwiesen. Durch die Reduzierung der monatlichen Ausgaben konnte sie Ersparnisse sammeln und plant, im November in ihre eigene Residenz zu ziehen.
Ihre Erfahrung zeigt, wie vorübergehende Lösungen langfristige Vorteile bieten und einen Weg zu größerer Unabhängigkeit eröffnen können. Experten warnen jedoch, dass solche Vereinbarungen häufiger werden können, wenn die wirtschaftlichen Bedingungen bestehen bleiben. Da die Wohnungsmärkte volatil bleiben und das Lohnwachstum hinter der Inflation zurückbleibt, wird der Trend, dass erwachsene Kinder zu Hause bleiben, wahrscheinlich weitergehen, es sei denn, es werden strukturelle Veränderungen vorgenommen, um die Zugänglichkeit und Erschwinglichkeit von Wohnungen zu verbessern.
Eltern, die ihre erwachsenen Kinder aufnehmen, sehen sich häufig mit logistischen und emotionalen Anpassungen konfrontiert, aber viele sehen die Anordnung als eine pragmatische Reaktion auf die aktuelle Realität. In der Zwischenzeit beobachten Politiker und Ökonomen den Trend genau und erkennen seine potenziellen Auswirkungen auf die städtische Entwicklung, die soziale Dynamik und die langfristige wirtschaftliche Mobilität. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich dieses Muster stabilisiert oder ausdehnt und die Zukunft des Wohnens und der Beziehungen zwischen den Generationen in den Vereinigten Staaten prägt.
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