Eurostat-Daten aus der zweiten Jahreshälfte 2026 zeigen, dass nur acht von 29 europäischen Ländern ihren Bruttominimumlohn seit Januar erhöht haben, während die Inflation in der Eurozone im gleichen Zeitraum 3,2% betrug. Die Rangfolge der Länder nach Mindestlohn ändert sich erheblich, wenn die Kaufkraft berücksichtigt wird. Luxemburg hat den höchsten Bruttominimumlohn mit 2771 €, gefolgt von Irland, Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Kroatien rangiert neben Slowenien, Spanien, Litauen, Polen, Zypern, Griechenland und Portugal unter neun Ländern mit Löhnen zwischen 1000 € und 2000 €. Mehr als die Hälfte der beobachteten Länder hat einen Bruttominimumlohn unter 1000 €, wobei die Ukraine und Moldau die niedrigsten haben. Bereinigt nach Kaufkraft (KKS) führt Deutschland mit 2164 KKS an, gefolgt von Luxemburg, den Niederlanden, Belgien und Irland. Mehrere Kandidatenländer für die EU-Mitgliedschaft, wie Serbien und Nordmazedonien, haben höhere Mindestlöhne in Bezug auf KKS in einigen EU-Mitgliedsländern.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert faktische Daten über Mindestlöhne in Europa und ihre Kaufkraft, ohne offen eine politische Seite zu begünstigen.






