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Ob Mutter oder nicht, die Betreuung von Babys verändert das Gehirn
United Kingdom🔬 Wissenschaftvor 4 Tagen

Ob Mutter oder nicht, die Betreuung von Babys verändert das Gehirn

Bianca Jones Marlin, eine Forscherin an der Columbia University, untersucht, wie sich die Pflege auf das Gehirn auswirkt und wie diese biologischen Anpassungen weitergegeben werden können. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Mäuse und untersucht, wie Oxytocin, ein Hormon, das für die mütterliche Bindung entscheidend ist, bei jungfräulichen Weibchen durch Exposition gegenüber Muttermäusen und Welpen induziert werden kann.

Bianca Jones Marlin, eine Forscherin an der Columbia University, hat entdeckt, dass die Betreuung von Säuglingen, unabhängig von der biologischen Beziehung, das Gehirn auf tiefgreifende Weise verändert. Ihre Arbeit untersucht, wie die Betreuung neuronale Strukturen beeinflusst und wie diese Veränderungen über Generationen hinweg vererbt werden können. Die Studie, die kürzlich in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht wurde, zeigt, dass selbst Nichtmütter, die sich mit Pflegeverhalten beschäftigen, ähnliche neurologische Veränderungen wie biologische Eltern erfahren. Marlins Forschung konzentriert sich auf die Rolle von Oxytocin, einem Hormon, das für soziale Bindung und Betreuung entscheidend ist. Während der Geburt steigen die Oxytocin-Spiegel bei Müttern und stärken ihre Verbindung zu ihren Nachkommen.

Dieses Hormon ist für die Auslösung von Schutz- und Pflegeinstinkten verantwortlich. Marlin und ihr Team fanden jedoch heraus, dass die Exposition gegenüber Bedrängnissignalen von Säuglingen, wie z. B. einem Schrei eines Welpen, Oxytocinwege bei Nicht-Muttermäusen aktivieren kann, die sie dazu veranlassen, Pflegeverhalten zu zeigen. Diese Ergebnisse stellen die traditionellen Annahmen über die Exklusivität elterlicher Rollen bei der Gestaltung der Gehirnfunktion in Frage. Um diese Effekte zu untersuchen, führte Marlins Team Experimente mit Mäusen durch. Sie beobachteten, dass biologische Mütter konsequent auf einen Schrei eines Welpen reagierten, indem sie ihn abholten und Pflege leisteten. Im Gegensatz dazu ignorierten oder sogar angreiften jungfräuliche Weibchen in Not geratene Welpen.

Als diese jungfräulichen Weibchen jedoch mit Mutter-Welpen-Paaren in Berührung kamen, begannen sie ähnliche Pflegeverhaltensweisen zu zeigen. Durch die Induktion der Oxytocin-Produktion bei diesen jungfräulichen Mäusen konnten die Forscher die physiologischen Reaktionen der biologischen Mütter nachahmen. Mit fortschrittlichen Neuroimaging-Techniken untersuchte Marlin die gesamte Gehirnstruktur verschiedener Mäusegruppen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Gehirne erfahrener Jungfrauen neuronale Aktivitätsmuster aufwiesen, die denen biologischer Mütter sehr ähnlich waren. Dies deutet darauf hin, dass die Pflegeerfahrungen, und nicht nur genetische Faktoren, eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Reaktion des Gehirns auf Säuglingssignale spielen.

Diese Präferenz fehlte jedoch bei Müttern, die unmittelbar nach der Geburt von ihren Welpen getrennt wurden, was darauf hindeutet, dass eine direkte Interaktion mit Säuglingen für die Entwicklung einer solchen olfaktorischen Erkennung notwendig ist. Das olfaktorische Epithel, das regenerationsfähige Stammzellen enthält, reagiert auf hormonelle Veränderungen. Marlin vermutet, dass diese Zellen sich an die Pflegeleistungen anpassen können und so die Art und Weise beeinflussen, wie Individuen Säuglinge wahrnehmen und mit ihnen interagieren. Dieser adaptive Mechanismus könnte erklären, warum nicht-biologische Betreuer, wie Adoptiveltern oder Pflegeeltern, oft starke Bindungen zu Kindern entwickeln, obwohl es an genetischen Bindungen mangelt.

Diese Erkenntnisse haben weitreichende Implikationen für das Verständnis der menschlichen Pflege. Sie legen nahe, dass die Fähigkeit zur Pflege nicht auf die biologischen Eltern beschränkt ist und dass das Gehirn strukturelle und funktionelle Veränderungen als Reaktion auf die Bedürfnisse der Pflege durchläuft. Solche Erkenntnisse könnten Ansätze für die frühkindliche Bildung, die Behandlung der psychischen Gesundheit und sogar die Politik im Zusammenhang mit dem Kindeswohl beeinflussen. Mit Blick auf die Zukunft plant Marlin, ihre Forschung auf menschliche Probanden auszuweiten.

Ihr letztes Ziel ist es, die biologischen Mechanismen zu entdecken, die der Pflege zugrunde liegen, und wie diese Prozesse genutzt werden können, um Familien und Gemeinschaften zu unterstützen.

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Phys.org logoPhys.orgUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 90vor 4 Tagen
Ob Mutter oder nicht, die Betreuung von Babys verändert das Gehirn

Bianca Jones Marlin, eine Forscherin an der Columbia University, untersucht, wie sich die Pflege auf das Gehirn auswirkt und wie diese biologischen Anpassungen weitergegeben werden können. Ihre Arbeit konzentriert sich auf Mäuse und untersucht, wie Oxytocin, ein Hormon, das für die mütterliche Bindung entscheidend ist, bei jungfräulichen Weibchen durch Exposition gegenüber Muttermäusen und Welpen induziert werden kann.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Forschung ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen. Er diskutiert biologische Prozesse und experimentelle Ergebnisse, ohne eine politische Haltung einzunehmen. Der Fokus liegt auf empirischen Studien und nicht auf der Befürwortung oder Kritik bestimmter Politiken oder Ideologien.

Warum Faktentreue (85): The article accurately describes Bianca Jones Marlin's research on caregiving and epigenetics, referencing her work at Columbia University and the role of oxytocin in maternal behavior. It aligns with the primary source document by highlighting her focus on transgenerational inheritance and neurosci

Warum Objektivität (90): The article presents the research findings in a neutral tone, focusing on the scientific aspects without introducing personal bias or emotional language. It provides context and explanation without taking sides or promoting a particular viewpoint.

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