Das kroatische Ministerium für Tourismus und Sport hat eine neue Verordnung eingeführt, die die vollständige Transparenz bei der Finanzierung von Sportprogrammen auf nationaler Ebene gewährleisten soll. Die Verordnung über öffentliche Bedarfsprogramme im Sport auf staatlicher Ebene wurde in Narodne Novine, dem Amtsblatt Kroatiens, veröffentlicht und tritt acht Tage nach ihrer Veröffentlichung in Kraft. Dieser Rechtsakt beschreibt den Inhalt von öffentlichen Bedarfsprogrammen im Sport, den Prozess ihrer Erstellung und Umsetzung, die Zuweisung und Verwendung von Staatshaushaltsmitteln sowie die Verpflichtungen zur Berichterstattung und finanziellen Überwachung der Begünstigten.
Nach Angaben des Ministeriums ist die Einführung dieser Verordnung ein bedeutender Schritt hin zu einem transparenten und rechenschaftspflichtigen Finanzierungssystem für den Sport. Zum ersten Mal besteht die Verpflichtung, alle zugeteilten öffentlichen Mittel, einschließlich derjenigen von kommerziellen Unternehmen im Staatsbesitz, kroatischen Tourismusverbänden, Gemeinden, Städten und Gemeinden, öffentlich offenzulegen. Die Verordnung führt volle Transparenz in Bezug auf Programme, Kosten und Kriterien für die Zuweisung von Mitteln sowie systematische Aufzeichnungen und Echtzeit-Finanzverfolgung der Verwendung von Mitteln ein.
Dies stellt sicher, dass jeder Euro öffentlicher Gelder, der für den Sport verwendet wird, klar sichtbar, gerechtfertigt und überwacht wird. Minister für Tourismus und Sport Tonči Glavina betonte, dass die neue Verordnung ein standardisiertes Planungs- und Überwachungssystem für Nutzerprogramme einrichtet, das die öffentliche Offenlegung von Finanzplänen und -durchführung sowie die digitale Verfolgung der Umsetzung über das Nationale Informationssystem im Sport (NISUS) erfordert. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Rechenschaftspflicht und Effizienz bei der Verwaltung öffentlicher Gelder zu stärken. Glavina kündigte auch an, dass die Reform des Sportfinanzierungssystems fortgesetzt wird, wobei weitere Änderungen am Sportgesetz bis Ende des Jahres geplant sind.
Ein Teil dieser Änderungen konzentriert sich auf die Schaffung eines transparenten und gerechteren Systems für die Verteilung von Mitteln an nationale Sportverbände über das kroatische Olympische Komitee. Die Verordnung schreibt vor, dass alle öffentlichen Mittel, die für Sportprogramme bereitgestellt werden, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden müssen, um sicherzustellen, dass die Verwendung von Ressourcen klar und gerechtfertigt ist. Die Begünstigten müssen detaillierte Aufzeichnungen führen und regelmäßig über die Verwendung der Mittel informieren. Das System ermöglicht eine Echtzeitüberwachung, wodurch Behörden und der Öffentlichkeit die Verfolgung der Ausgaben und die Einhaltung der festgelegten Richtlinien erleichtert werden.
Das Ministerium erwartet, dass diese Änderungen zu einer größeren Effizienz und Fairness bei der Verteilung der Ressourcen führen und letztendlich die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Investitionen in den Sport stärken werden.
Die Reformen sind Teil einer umfassenderen Bemühung, die Governance im Sportbereich zu modernisieren und zu verbessern und sie an internationale Standards für Rechenschaftspflicht und Leistung anzugleichen. Die Einführung der Verordnung folgt auf monatelangen Diskussionen und Konsultationen mit verschiedenen Interessengruppen, darunter Sportorganisationen, lokale Regierungen und Vertreter des privaten Sektors.
Mit der Umsetzung dieser Verordnung will Kroatien einen Präzedenzfall für andere Länder schaffen, die die Transparenz und Wirksamkeit ihrer Sportfinanzierungssysteme verbessern wollen.Die neuen Regeln sollen in Kürze in Kraft treten und einen entscheidenden Moment im Ansatz des Landes zur Verwaltung öffentlicher Ressourcen im Bereich des Sports darstellen.
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