Präsident Sergio Mattarella eröffnete die 47. Ausgabe des Meeting di Rimini mit einer Botschaft, in der er die Notwendigkeit betonte, dass die Menschheit Hass ablehnt und Solidarität, Liebe und soziale Freundschaft annehmen muss.
In seiner Botschaft an Bernhard Scholz, Präsident der Stiftung für Freundschaft zwischen Völkern, hob Mattarella das Potenzial von Mitgefühl, Großzügigkeit und Liebe hervor, um Politik, Wirtschaft und bürgerliches Leben neu zu gestalten. Er forderte die Gesellschaft auf, aus der Menschlichkeit von Individuen und Frauen Kraft zu schöpfen, um Homogenisierung, Passivität und Feindseligkeit gegenüber dem Andersen, dem Ausländer und dem Anderen zu widerstehen. "Es ist aus der Menschlichkeit von Männern und Frauen, dass wir die Energien gewinnen können, um die Homogenisierung, die Passivität, den Hass, die Abneigung gegen das Andere, den Fremden abzulehnen", erklärte er und fügte seine Hoffnungen für den fortgesetzten Aufbau von "Horizonte der Menschheit" durch die Aktivitäten der Veranstaltung hinzu.
Er erklärte, dass diese Liebe, über die individuelle Erfahrung hinaus, eine Kraft ist, die in der Lage ist, Beziehungen und gesellschaftliche Richtungen zu gestalten. Das Ich an das Du zu binden, das Wir, bricht die Einsamkeit und gibt den menschlichen Pfaden eine Richtung, schrieb er und unterstrich die Bedeutung der Verbindung und des gemeinsamen Zwecks. Mattarella verwies auch auf die Enzyklika von Papst Franziskus Magnifica Humanitas und beschrieb sie als einen Aufruf gegen den falschen Realismus, der zu Trägheit, Misstrauen und Resignation führt. Stattdessen betonte er die Verantwortung der Gemeinschaften, die Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen und für Ungerechtigkeit und Leiden offen zu bleiben.
"Eine Offenheit für die Ungerechtigkeiten und die Dramen der Leidenden, bereit, neue Brücken zu bauen", so er, was die Werte widerspiegelt, die das Treffen zu fördern sucht. Die Veranstaltung, die jährlich in Rimini, Italien, stattfindet, bringt Intellektuelle, Künstler, Politiker und Aktivisten aus der ganzen Welt zusammen. Die diesjährige Zusammenkunft fällt mit erhöhten globalen Spannungen zusammen, einschließlich anhaltender Konflikte in mehreren Regionen und zunehmender Besorgnis über Ungleichheit und Autoritarismus. Die Entscheidung, sich auf Liebe als zentrales Thema zu konzentrieren, kommt inmitten dieser Herausforderungen, die darauf abzielen, Hoffnung und kollektives Handeln zu inspirieren.
Viele sehen die Botschaft als zeitgemäß und notwendig an und bieten einen Gegenpunkt zu den Spaltungen und Polarisierungen, die den zeitgenössischen politischen Diskurs kennzeichnen.
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