Ein französischer Mathematiker hat eine mathematische Formel vorgeschlagen, um die Dynamik romantischer Beziehungen zu beschreiben, laut seinem neuen Buch, das sowohl auf Französisch als auch auf Englisch veröffentlicht wurde. Laurent Pujo-Menjouet, ein Mathematikprofessor, behauptet, er habe ein Modell identifiziert, das vorhersagen kann, ob eine Beziehung auf der Grundlage von Differentialgleichungen bestehen oder enden wird.
Auf der einen Seite der Gleichung werden Faktoren wie Erosion, symbolisiert durch E, berücksichtigt, die den unvermeidlichen Prozess der Gewöhnung an einen Partner widerspiegeln. Positive oder negative Lebensereignisse, wie zum Beispiel Eltern werden, Beförderungen erhalten, finanzielle Schwierigkeiten oder Untreue, werden durch g ((tk) erfasst. Die Reaktion des Partners auf diese Ereignisse wird durch R ((t) dargestellt, die Handlungen wie Entschuldigungen oder Gesten der Zuneigung nach einem negativen Vorfall umfasst.
Pujo-Menjouet argumentiert, dass fortgeschrittene theoretische Werkzeuge, die in Bereichen wie Physik, Chemie und Biologie entwickelt wurden, auf die Psychologie angewendet werden sollten. Er glaubt, dass solche Modelle wertvolle Einblicke in das menschliche Verhalten geben könnten. Er erkennt jedoch die Einschränkungen der Reduktion komplexer sozialer Interaktionen auf mathematische Formeln an. Rebecca Tyson, Professorin für Mathematik an der Universität von British Columbia, schrieb das Vorwort zu Pujo-Menjouets Buch. Während sie das Potenzial der Verwendung mathematischer Modelle in der Psychologie lobte, warnte sie davor, dass menschliches soziales Verhalten hochkomplex ist und wahrscheinlich nicht vollständig durch irgendeine Formel eingekapselt werden kann.
Sie betonte, dass solche Modelle zwar nützliche Rahmenbedingungen bieten könnten, aber nicht alle Nuancen zwischenmenschlicher Beziehungen erfassen würden. Guy Bodenmann, ein Psychologe und Psychotherapeut an der Universität Zürich, der sich auf Paare und Familien spezialisiert hat, äußerte ähnliche Ansichten. Er stellte fest, dass die psychologische Forschung zu Beziehungen erhebliche Fortschritte beim Verständnis gemacht hat, wie viele Paare ihre Liebe aufrechterhalten.
Bodenmann nannte Beispiele, in denen zufriedene Paare sich immer noch für die Scheidung entscheiden, oft aufgrund von Faktoren, die über emotionale Unzufriedenheit hinausgehen, wie zum Beispiel verfügbare Alternativen oder spezifische Wendepunkte in ihrem Leben.
Während einige das Potenzial sehen, mathematische Prinzipien anzuwenden, um menschliche Emotionen zu verstehen, bleiben andere skeptisch gegenüber der Fähigkeit solcher Modelle, die Feinheiten von Liebe und Beziehungen vollständig zu erklären. Die Diskussion geht weiter, da Forscher die Schnittstelle von Mathematik und Psychologie erforschen und nach Wegen suchen, die menschliche Erfahrung durch quantitative Analyse besser zu verstehen. Die akademische Gemeinschaft bleibt über die praktischen Anwendungen des Pujo-Menjouet-Modells gespalten. Einige Experten argumentieren, dass das Modell zwar eine neuartige Perspektive bietet, es jedoch keine empirische Validierung hat und die subjektiven Erfahrungen, die menschlichen Beziehungen innewohnen, nicht berücksichtigt.
Andere schlagen vor, dass weitere Forschungen erforderlich sind, um die Vorhersagen des Modells anhand realer Daten zu testen. Im Laufe des Diskurses wird der Bereich der Beziehungswissenschaft von interdisziplinären Ansätzen profitieren, die mathematische Strenge mit psychologischer Einsicht kombinieren. Ob die Pujo-Menjouet-Formel den Test der Zeit bestehen wird oder sich als ein weiteres theoretisches Konstrukt erweisen wird, bleibt abzuwarten.
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