Der Internationale Restmechanismus für Strafgerichte (MICT) hat den zweiten Antrag von Milan Martić auf vorzeitige Freilassung aus dem Gefängnis in diesem Jahr abgelehnt. Martić, ehemaliger Präsident der selbsternannten Republik Serbische Krajina, wurde 2007 vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Verfolgung, Morde, Folter, Deportationen und Angriffe auf Zivilisten, zu 35 Jahren Haft verurteilt. Die Strafe wurde 2008 bestätigt, und er verbüßt sie seit 2009 in Estland. Martić reichte seinen Antrag ein, nachdem er zwei Drittel seiner Strafe verbüßt hatte, wurde jedoch aufgrund der Schwere seiner Verbrechen und des Fehlens von Beweisen für eine Rehabilitation abgelehnt. Das MICT stellte fest, dass Martić sich im Gefängnis gut verhielt, aber keine Verantwortung für seine Verbrechen oder echte Reue gegenüber den Opfern zeigte. Die Entscheidung wies auch Martićs Argumente im Zusammenhang mit seiner Gesundheit und anderen humanitären Bedenken zurück.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel enthält eine sachliche Darstellung des Gerichtsverfahrens und der Entscheidungen des MICT bezüglich des Antrags auf vorzeitige Freilassung von Martić.






