Eine neue Studie hat die unterschiedliche Qualität der Seegraswiesen in Zentral- und Ostindonesien kartiert und bedeutende räumliche Unterschiede in ihrer ökologischen Gesundheit aufgedeckt. Forscher haben Bereiche mit hochwertigem Seegras, sogenannte Hotspots, sowie degradierte Zonen, sogenannte Coldspots, und isolierte Flecken widerstandsfähiger Ökosysteme, die als Ausreißer bekannt sind, identifiziert.
Unter der Leitung von Rohani Ambo-Rappe, einem Professor der Abteilung für Meereswissenschaften an der Hasanuddin Universität, entwickelte das Forschungsteam den Seagrass Ecological Quality Index (SEQI), um den Zustand von 21 Seegras-Wiesen zu bewerten. Die Studie, veröffentlicht in Science of The Total Environment, verwendete fünf ökologische Indikatoren, darunter Seegras-Artenreichtum, Abdeckung, Wasserklarheit, Makroalgen-Abdeckung und Epiphyt-Abdeckung, um die Gesundheit dieser Unterwasser-Wälder zu bewerten. Durch die Integration dieser Faktoren mit räumlichen und multivariaten Analysen erstellten die Forscher eine detaillierte Karte der ökologischen Qualität in der gesamten Region. 88.
Hochwertige Standorte wie Pasi-Gusung, Parak und Maharayya zeigten eine reiche Artenvielfalt, eine dichte Seegrasbedeckung und klares Wasser. Lae-Lae hingegen verzeichnete die niedrigste Punktzahl, gekennzeichnet durch spärliches Seegras, geringe Artenvielfalt und schlechte Wasserklarheit. Diese Unterschiede deuten darauf hin, dass einige Gebiete widerstandsfähiger sind als andere, beeinflusst durch lokale Umweltbedingungen und menschliche Aktivitätsniveaus. Die Studie ergab ein Muster der räumlichen Verteilung, wobei Zentral-Indonesien ein Mosaik von ökologischen Zuständen zeigt. Hotspots, die durch robuste Seegras-Ökosysteme gekennzeichnet sind, die von ähnlichen Bedingungen umgeben sind, umfassen Standorte wie Pasi-Gus, Liukangloe, Maharayya und Parak.
Diese Gebiete gelten aufgrund ihrer stabilen und unterstützenden Umgebung als erstklassige Kandidaten für den Naturschutz. Coldspots bestehen andererseits aus degradierten Ökosystemen wie Sekotong, Lanjukang, Badi-Alami, Badi-Restorasi, Waboela und Lapandewa, die dringend eingreifen müssen, um den Rückgang umzukehren.
Ihre Anwesenheit unterstreicht die Notwendigkeit lokalisierter Managementansätze, da sie eine einzigartige ökologische Bedeutung haben können, obwohl sie von weniger widerstandsfähigen Lebensräumen umgeben sind.
Indonesiens Meeresweiden spielen eine entscheidende Rolle bei der globalen Kohlenstoffspeicherung, unterstützen die marine Biodiversität und schützen Küstengemeinden vor Erosion und Sturmschäden. Mit über 660.000 Hektar dieser Ökosysteme nimmt das Land eine entscheidende Position in den internationalen Klima- und Naturschutzbemühungen ein.
Wie aus der Studie hervorgeht, muss bei einer wirksamen Bewirtschaftung die einzigartigen Eigenschaften jeder Seegrasfläche berücksichtigt werden, um sicherzustellen, dass die Ressourcen dort eingesetzt werden, wo sie die größten Auswirkungen haben.
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