In Malaysia hat die Demokratische Aktionspartei (DAP) ihre Verpflichtung bekräftigt, in der Regierungsallianz von Premierminister Anwar Ibrahim zu bleiben und sofortige Stabilität für seine Regierung zu gewährleisten. Fast 90 Prozent der über 2.200 DAP-Delegierten auf einem Parteitag am Sonntag stimmten dafür, die Partei im Kabinett zu behalten, um die Kontinuität der von Anwars Pakatan Harapan (PH) geführten Regierung bis zum Ende ihrer fünfjährigen Amtszeit Anfang 2028 sicherzustellen.
Diese Entscheidung kommt inmitten wachsender Bedenken über die Rolle und den Einfluss der DAP innerhalb der Koalition, wobei Analysten warnen, dass die Partei Gefahr läuft, Glaubwürdigkeit zu verlieren, es sei denn, sie demonstriert greifbare Fortschritte bei der Umsetzung von Reformen vor der nächsten Parlamentswahl.
Der Generalsekretär der DAP, Anthony Loke, betonte während einer Pressekonferenz, dass die Parteiführung die Aufgabe hat, die im PH-Manifest skizzierte Reformagenda voranzutreiben. Er erklärte, dass das Mandat, das von den Delegierten der Partei erhalten wurde, das zentrale Exekutivkomitee bei der Verfolgung notwendiger Veränderungen leiten würde. Anwar selbst hat die Herausforderungen anerkannt, vor denen seine Regierung steht, insbesondere nach einer Reihe von Wahlverlusten bei den Staatswahlen in Sabah, Johor und Negeri Sembilan. Diese Niederlagen haben Fragen zur Wirksamkeit seiner Regierungsführung und der Attraktivität seiner Politik aufgeworfen.
Auf dem Jahreskongress seiner Volkspartei für Gerechtigkeit (PKR) versprach Anwar, die Reformen zu beschleunigen und die Bemühungen gegen die Korruption zu intensivieren, um das Vertrauen der Öffentlichkeit wiederherzustellen. Trotz positiver wirtschaftlicher Indikatoren wie einer Wachstumsrate von 6 Prozent im Vorquartal und einer niedrigen Arbeitslosigkeit räumte Anwar ein, dass steigende Lebenshaltungskosten viele Malaysier frustriert haben.
Die jüngsten Wahlverluste haben Anwar gezwungen, seine Strategie neu zu bewerten. Zuvor gab es Berichte, die darauf hindeuteten, dass er bereits im Oktober eine vorgezogene Parlamentswahl einberufen könnte. Nach den Rückschlägen in Johor und Negeri Sembilan erscheint Anwar jedoch vorsichtiger und zeigt an, dass er sich nicht beeilt, eine nationale Wahl abzuhalten.
Stattdessen konzentriert er sich auf die Stärkung seiner Koalition und die Erfüllung der während des PH-Manifests getroffenen Versprechen. Dieser Ansatz entspricht der Notwendigkeit, die Unterstützung zu konsolidieren und sicherzustellen, dass die DAP zusammen mit anderen Partnern eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der zukünftigen Richtung des Landes spielt.
Diese Verschiebung unterstreicht die Konkurrenzkraft der malaysischen Politik und die Wichtigkeit der Aufrechterhaltung des inneren Zusammenhalts innerhalb der regierenden Koalition.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden