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Mafiabekämpfung im Misox – Graubünden kontrolliert EU-Bürger schärfer als vom Bund zulässig
CH🏛️ PolitikMittevor 18 Tagen

Mafiabekämpfung im Misox – Graubünden kontrolliert EU-Bürger schärfer als vom Bund zulässig

Im südlichen Tal von Misox im Schweizer Kanton Graubünden sind EU- und EFTA-Bürger, die eine neue Aufenthaltserlaubnis (L, B und G) beantragen, nun verpflichtet, eine Vorstrafenbescheinigung vorzulegen. Diese Maßnahme, die vom Kanton umgesetzt wird, geht über die Bundesvorschriften hinaus und gilt systematisch für alle Antragsteller, nicht nur für Verdächtige. Der Schritt wird von den Behörden als Teil ihrer Bekämpfung der organisierten Kriminalität gerechtfertigt, insbesondere nachdem eine Polizeieinsatz im Februar zur Verhaftung von sieben Personen geführt hat, von denen einige vorherige Verurteilungen hatten. Der Kanton führt Bedenken wie die Nähe zur italienischen Grenze, mögliche Vertreibungseffekte aus dem benachbarten Kanton Tessin und die Verbreitung von Postfachunternehmen an. Die Praxis könnte sich möglicherweise landesweit ausweiten, da beide Kammern des Schweizer Parlaments ähnliche Vorschläge unterstützt haben. Der Bundesrat widerspricht jedoch dieser Anforderung und argumentiert, dass sie gegen das EU-Abkommen über die Freizität der Personen verstößt.

Im südlichen Teil des Kantons Graubünden, speziell im Misox-Tal, haben die Behörden eine neue Anforderung für EU- und EFTA-Bürger eingeführt, die eine Aufenthaltserlaubnis, einen vorübergehenden Aufenthalt oder einen Grenzübertritt beantragen.

Vier von ihnen hatten eine B-Aufenthaltserlaubnis in Graubünden. Ein besonders heikler Fall betrifft den Hauptverdächtigen, dem aufgrund früherer Verurteilungen zuvor der Aufenthaltserlaubnis in Tessin verweigert wurde. 2021 versuchte er, eine Aufenthaltserlaubnis in Graubünden zu beantragen und erhielt eine. Der Leiter des Migrationsamtes, Niculin Mosca, nannte zusätzliche Risiken wie die Nähe zur italienischen Grenze, mögliche Vertreibungseffekte aus Tessin und die Anwesenheit von Shell-Unternehmen.

Laut Berichten schlägt ein Vorschlag, der im Juni von beiden Kammern des Parlaments unterstützt wurde, vor, die Anforderung von Strafregisterbescheinigungen in der ganzen Schweiz zu erweitern.

Die Bundesregierung hat die Verordnung abgelehnt, mit der Begründung, dass sie gegen das Freizügigkeitsabkommen mit der EU verstößt. Die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen bieten der EU jedoch nur begrenzte Mittel, um solche Maßnahmen anzufechten. Trotz der wiederholten Kritik an Tessin's Ansatz, Brüssel fehlt direkte Rechtsmittel. Mit dem geplanten neuen Vertragspaket zwischen der Schweiz und der EU, zukünftige Streitigkeiten könnten durch Schiedsverfahren und mögliche Entschädigungsmechanismen gelöst werden.

Ein Strafregister-Zertifikat führt nicht automatisch zur Ablehnung. Vielmehr liefert es den Behörden laut Mosca einen zusätzlichen Beweis. Nach der Überprüfung des Zertifikats beurteilen die Beamten, ob eine Person eine spezifische Bedrohung für die öffentliche Sicherheit darstellt. Die Überprüfung zeigt bekannte Verurteilungen auf, identifiziert jedoch keine Mitgliedschaft in kriminellen Organisationen. Personen ohne kriminelle Vorgeschichte bleiben unberührt. Die Änderung der Haltung von Graubünden folgt einer langjährigen Position, dass automatische Überprüfungen mit dem Freizügigkeitsabkommen in Konflikt stehen. Jetzt führt der Kanton die Sicherheitslage in Misox als Rechtfertigung an.

Mosca argumentiert, dass die Maßnahme, da sie nur auf ein bestimmtes Gebiet abzielt, zeitlich begrenzt ist und individuelle Bewertungen beinhaltet, innerhalb der gesetzlichen Grenzen bleibt.

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SRF News logoSRF NewsStaatlich / öffentlichMitteFaktentreue 85Objektivität 70vor 18 Tagen
Mafiabekämpfung im Misox – Graubünden kontrolliert EU-Bürger schärfer als vom Bund zulässig

Im südlichen Tal von Misox im Schweizer Kanton Graubünden sind EU- und EFTA-Bürger, die eine neue Aufenthaltserlaubnis (L, B und G) beantragen, nun verpflichtet, eine Vorstrafenbescheinigung vorzulegen. Diese Maßnahme, die vom Kanton umgesetzt wird, geht über die Bundesvorschriften hinaus und gilt systematisch für alle Antragsteller, nicht nur für Verdächtige. Der Schritt wird von den Behörden als Teil ihrer Bekämpfung der organisierten Kriminalität gerechtfertigt, insbesondere nachdem eine Polizeieinsatz im Februar zur Verhaftung von sieben Personen geführt hat, von denen einige vorherige Verurteilungen hatten. Der Kanton führt Bedenken wie die Nähe zur italienischen Grenze, mögliche Vertreibungseffekte aus dem benachbarten Kanton Tessin und die Verbreitung von Postfachunternehmen an. Die Praxis könnte sich möglicherweise landesweit ausweiten, da beide Kammern des Schweizer Parlaments ähnliche Vorschläge unterstützt haben. Der Bundesrat widerspricht jedoch dieser Anforderung und argumentiert, dass sie gegen das EU-Abkommen über die Freizität der Personen verstößt.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die Situation, einschließlich der Perspektiven der lokalen Behörden, des Bundesrates und der Europäischen Union.

Warum Faktentreue (85): The article reports on a policy change in Graubünden requiring EU citizens to provide a criminal record certificate for new residency and border pass applications. It references an international police operation in February and mentions specific cases, including a person denied a permit in Ticino bu

Warum Objektivität (70): The article presents the policy as a response to security concerns but frames it through the lens of local authorities' actions. While it includes perspectives from officials like Niculin Mosca, it also highlights political implications and potential national expansion, which may introduce some bias

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