Im südlichen Tal von Misox im Schweizer Kanton Graubünden sind EU- und EFTA-Bürger, die eine neue Aufenthaltserlaubnis (L, B und G) beantragen, nun verpflichtet, eine Vorstrafenbescheinigung vorzulegen. Diese Maßnahme, die vom Kanton umgesetzt wird, geht über die Bundesvorschriften hinaus und gilt systematisch für alle Antragsteller, nicht nur für Verdächtige. Der Schritt wird von den Behörden als Teil ihrer Bekämpfung der organisierten Kriminalität gerechtfertigt, insbesondere nachdem eine Polizeieinsatz im Februar zur Verhaftung von sieben Personen geführt hat, von denen einige vorherige Verurteilungen hatten. Der Kanton führt Bedenken wie die Nähe zur italienischen Grenze, mögliche Vertreibungseffekte aus dem benachbarten Kanton Tessin und die Verbreitung von Postfachunternehmen an. Die Praxis könnte sich möglicherweise landesweit ausweiten, da beide Kammern des Schweizer Parlaments ähnliche Vorschläge unterstützt haben. Der Bundesrat widerspricht jedoch dieser Anforderung und argumentiert, dass sie gegen das EU-Abkommen über die Freizität der Personen verstößt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die Situation, einschließlich der Perspektiven der lokalen Behörden, des Bundesrates und der Europäischen Union.
Warum Faktentreue (85): The article reports on a policy change in Graubünden requiring EU citizens to provide a criminal record certificate for new residency and border pass applications. It references an international police operation in February and mentions specific cases, including a person denied a permit in Ticino bu
Warum Objektivität (70): The article presents the policy as a response to security concerns but frames it through the lens of local authorities' actions. While it includes perspectives from officials like Niculin Mosca, it also highlights political implications and potential national expansion, which may introduce some bias




