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Libanon: Libanon schafft als erstes Land im Nahen Osten die Todesstrafe ab
Germany🏛️ PolitikEher progressivvor 12 Tagen

Libanon: Libanon schafft als erstes Land im Nahen Osten die Todesstrafe ab

Der Libanon hat als erstes Land im Nahen Osten die Todesstrafe offiziell abgeschafft. Nach einem Gesetzesentwurf, der vom Parlament verabschiedet wurde, sollen künftig Kapitalverbrechen mit lebenslanger Haft und schwerer Zwangsarbeit geahndet werden. Zuletzt war die Todesstrafe im Juli 2026 verhängt worden, und bis Januar 2026 waren 85 Insassen in Todeszellen. Die Entscheidung wird als historischer Schritt bewertet, der auch die Auslieferung von Verdächtigen aus Ländern mit Verbot der Hinrichtung ermöglichen könnte. Hinweise internationaler Reaktionen wie von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk und Human Rights Watch sind positiv, während der Iran und Saudi-Arabien weiterhin die Todesstrafe vollstrecken.

Das libanesische Parlament hat die Todesstrafe offiziell abgeschafft, was eine historische Verschiebung im Rechtssystem des Landes darstellt. Diese Entscheidung wurde am Dienstag bekannt gegeben, nach einer gesetzlichen Änderung, die nach Revisionen genehmigt wurde. Der Schritt macht den Libanon zur ersten Nation im Nahen Osten, die die Todesstrafe vollständig abschafft. Das Gesetz verbietet nun den Gerichten, Todesurteile zu verhängen, wobei Todesstrafen stattdessen mit lebenslanger Haft und Zwangsarbeit bestraft werden.

Die Abschaffung der Todesstrafe erfolgte nur wenige Tage nach der letzten bekannten Hinrichtung im Libanon, die am Montag stattfand. Laut Amnesty International wurden bis Januar 2026 noch 85 Personen in Todeszellen festgehalten. Seit 2004 wurden im Land keine Hinrichtungen mehr durchgeführt, obwohl weiterhin Todesurteile erlassen wurden. Die neue Gesetzgebung beendet diese Praxis und bringt den Libanon in Einklang mit den wachsenden globalen Trends zur Abschaffung der Todesstrafe.

"Der Libanon ist damit das erste Land in der Region, das diesen Schritt unternimmt", erklärte er. Türk forderte andere Nationen im Nahen Osten auf, diesem Beispiel zu folgen und betonte, dass die Entscheidung ein Bekenntnis zum Recht auf Leben auch inmitten anhaltender Konflikte und Leiden widerspiegelt. Er stellte fest, dass das Gesetz nun vom Präsidenten ratifiziert werden muss, bevor es voll funktionsfähig wird.

Er lobte den Libanon dafür, dass er ein starkes Beispiel für andere Länder im Nahen Osten und darüber hinaus war und die globale Bewegung gegen die Todesstrafe verstärkte.

Ramzi Kaiss von Human Rights Watch nannte die Entscheidung einen "Meilenstein für die Menschenrechte im Land" und betonte das Ende einer brutalen und willkürlichen Form der Justiz. Er betonte, dass solche Strafen niemals hätte verhängt werden sollen. Frankreich lobte den Schritt ebenfalls, wobei Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte, dass die Abstimmung die Fähigkeit des Libanon zur Wahrung demokratischer Werte und Freiheiten, die seine Existenz untermauern, demonstrierte. Trotz dieser positiven Antworten bleibt der breitere Kontext des Nahen Ostens komplex. Während der Libanon in dieser Hinsicht die Region anführt, setzen die Nachbarstaaten die Todesstrafe weiterhin durch.

So hat der Iran allein im Jahr 2025 mehr als 2.000 Menschen hingerichtet, während Saudi-Arabien mehr als 350 Hinrichtungen durchgeführt hat. Jordanien hat kürzlich die Hinrichtungen nach einem neunjährigen Moratorium wieder aufgenommen und sechs Männer gehängt, die beschuldigt wurden, Sicherheitspersonal getötet zu haben. Sogar Israel, das die Todesstrafe längst ausgesetzt hat, hat eine umstrittene Gesetzgebung vorgeschlagen, die die Bestrafung von Palästinensern ermöglicht, die für tödliche Angriffe verurteilt wurden.

Mit der Abschaffung der Todesstrafe schließt sich der Libanon einer wachsenden Liste von Nationen an, die sich für die Beendigung einer der umstrittensten Formen der Bestrafung in der Welt einsetzen.

2 Berichte

taz – die tageszeitung logotaz – die tageszeitungUnabhängigProgressivFaktentreue 95Objektivität 90vor 12 Tagen
Libanon schafft Todesstrafe ab: UN-Menschenrechtskommissar begrüßt Ende der Todesstrafe

Die Europäische Union lobte die Entscheidung als wegweisend und betonte den globalen Trend zur Abschaffung der Todesstrafe. 2004 wurde die Todesstrafe im Libanon nicht mehr vollstreckt, aber bis 2026 soll es immer noch 85 Personen im Todesstrafe. Künftig Kapitalverbrecher mit lebenslanger Haft und schwerer Zwangsarbeit werden bestraft.

Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Die Berichterstattung betont die humanitären Aspekte der Abschaffung der Todesstrafe und erwähnt die internationale Zustimmung, insbesondere der UN und der EU.

Warum Faktentreue (95): The article accurately reports the formal abolition of the death penalty in Lebanon, citing the UN human rights commissioner Volker Türk and referencing the EU’s congratulations. It also mentions Amnesty International data about no executions since 2004 and 85 people in death row as of January 2026.

Warum Objektivität (90): The article maintains a neutral tone overall, presenting facts without overt bias. It quotes officials and international bodies like the UN and EU, avoiding strong subjective language. However, phrases like 'starkes und prinzipienfestes Bekenntnis' may slightly lean toward positive framing, though n

Die Zeit logoDie ZeitUnabhängigMitteFaktentreue 92Objektivität 85vor 12 Tagen
Libanon: Libanon schafft als erstes Land im Nahen Osten die Todesstrafe ab

Der Libanon hat als erstes Land im Nahen Osten die Todesstrafe offiziell abgeschafft. Nach einem Gesetzesentwurf, der vom Parlament verabschiedet wurde, sollen künftig Kapitalverbrechen mit lebenslanger Haft und schwerer Zwangsarbeit geahndet werden. Zuletzt war die Todesstrafe im Juli 2026 verhängt worden, und bis Januar 2026 waren 85 Insassen in Todeszellen. Die Entscheidung wird als historischer Schritt bewertet, der auch die Auslieferung von Verdächtigen aus Ländern mit Verbot der Hinrichtung ermöglichen könnte. Hinweise internationaler Reaktionen wie von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk und Human Rights Watch sind positiv, während der Iran und Saudi-Arabien weiterhin die Todesstrafe vollstrecken.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Die Berichterstattung bleibt neutral und faktenbasiert, ohne eindeutige politische Prägung oder parteiliche Haltung. Es werden sowohl die nationalen Entscheidungen als auch internationale Reaktionen präsentiert, ohne eine klare Seitenlinie zu favorisieren.

Warum Faktentreue (92): This article correctly states that Lebanon has abolished the death penalty and identifies it as the first country in the Middle East to do so. It references the 2004 cessation of executions and mentions Amnesty International’s data on 85 prisoners on death row. The information matches the cross-sour

Warum Objektivität (85): The article presents the event objectively but includes a headline that emphasizes Lebanon being the ‘first’ in the region, which can subtly frame the decision as more significant than others might view it. The tone remains largely neutral, though the phrase ‘historische Entscheidung’ by the justice

Wie jede Seite berichtete

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