Eigentum & Einordnung
Gegründet: 1978
Eigentum
taz (die tageszeitung) wurde 1978 in Berlin aus der alternativen/linken Szene heraus gegründet. Angesichts einer Insolvenz oder einer kommerziellen Übernahme in den frühen 1990er Jahren wurde sie zu einer Leser-eigenen Verlagsgenossenschaft (taz Verlagsgenossenschaft eG) umgewandelt, die 1992 formalisiert wurde und heute viele Tausende von Mitgliedern-Aktionären umfasst.
Finanzierung
Sie wird hauptsächlich durch Abonnements, Genossenschaftsanteile und Spenden von Lesern finanziert, wobei die Abhängigkeit von Werbung bewusst minimiert wird (nur ein kleiner Teil der Einnahmen); sie erhält keine staatlichen oder parteipolitischen Subventionen.
Zugehörigkeit & Haltung
taz ist offen links und grün in seiner redaktionellen Haltung, aber es ist Leser/Mitarbeiter-eigentum durch eine Genossenschaft ohne Partei, Gewerkschaft oder staatliche Kontrolle, was es INDEPENDENT macht.
Redaktionelle Tendenz
- Unsere Einschätzung
- Progressiv
- Aus der Berichterstattung gemessen
- Eher progressivbasierend auf 972
76/100
Faktentreue
68/100
Objektivität
1113
Artikel
1092
Berichte
Faktentreue: Wie genau die Artikel dieses Mediums die Fakten wiedergeben, gemessen an Primärquellen und dem Konsens der anderen Medien. Gezählt werden nur Artikel, die ihre Quellen nennen.
Objektivität: Wie neutral der Text ist — ob die Berichterstattung frei von eigenen Vorlieben und Meinungen der Autorin oder des Autors bleibt.
Aktuelle Berichterstattung

Tierschutzbund verklagt Deutschland: Sind so viele Tiere
Der Tierheim Osterode hat zusammen mit drei weiteren Tierheimen und dem Tierschutzbund eine Klage gegen Deutschland eingereicht, in der behauptet wird, dass der Staat nach dem Grundgesetz gesetzlich verpflichtet ist, Tiere zu schützen und finanzielle Unterstützung zu gewähren.

Zweifelhafter Videobeweis im WM-Finale: Abseitige Machenschaften
Der Artikel befasst sich mit den Zweifeln an einer potenziellen falschen Offside-Entscheidung im Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft zwischen Spanien und Argentinien. Eine Studie der Süddeutschen Zeitung (SZ) stellt die Genauigkeit der FIFA-Grafiken in Frage, die zur Bestimmung des Offside-Aufrufs verwendet wurden, was darauf hindeutet, dass sie manipuliert wurden oder Fehler enthalten. Der Bericht hebt Inkonsistenzen wie unterschiedliche Hand- und Armpositionen in den Grafiken im Vergleich zum tatsächlichen Filmmaterial und eine falsch ausgerichtete vertikale Verzerrungskalkulation hervor. Diese Bedenken gehen über diesen einzelnen Vorfall hinaus und werfen breitere Fragen zur Transparenz und Zuverlässigkeit der halbautomatischen Offside-Technologie der FIFA auf. Der Artikel kritisiert auch die wahrgenommene Voreingenommenheit gegen Argentinien während des Turniers, insbesondere in Anbetracht der Gastgebernation und des Heimatlandes von Messi.

Wochentaz-Podcast: Wer bleibt in Sachsen-Anhalt, wenn die AfD gewinnt?
Der Artikel beschäftigt sich mit den Sorgen der Bewohner von Sachsen-Anhalt über den potenziellen Sieg der Alternative für Deutschland (AfD) bei den bevorstehenden Landtagswahlen. Viele Menschen, insbesondere LGBTQ+ Personen und Personen mit Migrationshintergrund, fürchten die Auswirkungen eines AfD-Sieges und fragen sich, ob sie bleiben oder gehen sollten. In der Podcast-Episode spricht Sophie Fichtner mit David Muschenich, dem taz-Korrespondenten für Sachsen-Anhalt, über diese Ängste und Herausforderungen. Darüber hinaus hebt der Artikel die Probleme von Kindern mit Autismus in Schulen hervor, wobei der Schwerpunkt auf einem siebenjährigen Mädchen liegt, das im vergangenen Jahr aufgrund fragwürdiger Entscheidungen der lokalen Behörden nur 11 Tage zur Schule ging.

Der Hausbesuch: Ein Freund hat einen Freund hat einen Freund
Roland Manz, ein Lottogeschäftsinhaber am Bodensee, engagiert sich ehrenamtlich für die Ukraine. Er beschreibt seine Motivation als persönliche Erfahrung mit der Flucht seiner Mutter während des Zweiten Weltkriegs. Manz beteiligt sich an der Initiative 'Lindau hilft', die seit 19 Mal Hilfsgüter in der Ukraine transportiert hat. In einem Interview spricht er über seine Reisen, die Herausforderungen des Transports und die Bedeutung seiner Arbeit. Er zeigt persönliche Gegenstände aus der Ukraine, darunter Geschenke von Soldaten, und betont die Not der Menschen dort.

Fifa-Krise: Der Druck auf Infantino steigt
Der Artikel beschreibt den wachsenden Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino inmitten interner Konflikte innerhalb der Fußball-Regierungsgremien. Fünfzehn afrikanische Verbände haben sich von Infantino distanziert, während UEFA und CONCACAF eine gemeinsame Nations League ohne FIFA-Beteiligung planen. Der Artikel zitiert anonyme Quellen, die darauf hindeuten, dass Mattias Grafström, FIFA-Generalsekretär, sich zunächst gegen Infantinos Privatisierungspläne ausgesprochen hat, aber später nachließ, was einige afrikanische Führer dazu brachte, ihn als potenziellen Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaft 2027 in Betracht zu ziehen. Scheich Salman von der Asiatischen Fußball-Konföderation wird als möglicher Rivale erwähnt. Infantino hatte vorgeschlagen, 20% der WM-Anteile zu verkaufen, um 4,2 Milliarden US-Dollar durch eine neue Entität zu sammeln, was zu Protesten und Boykottdrohungen durch die großen Konföderationen führte.

Afrika gegen Infantino: Das ist wirklich groß
Der Artikel berichtet über die wachsende Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino, insbesondere von afrikanischen Fußballverbänden, die sich von ihm distanziert haben und sich einer globalen Protestbewegung angeschlossen haben. Diese Bewegung umfasst Fan-Gruppen aus Europa, Afrika und Nordamerika, die mehr demokratische Reformen innerhalb der FIFA und eine größere Beteiligung der Fans fordern. Der Artikel hebt hervor, dass Infantino aufgrund seiner Machtkonzentration, häufigen einseitigen Entscheidungen und wahrgenommenen autoritären Tendenzen mit zunehmendem Widerstand konfrontiert ist.

Jan Gerbers Buch „Fluchtpunkt Entebbe“: Antisemitische Ressentiments, notdürftig kaschiert
In dem Artikel werden die historischen Aktionen radikaler linker Gruppen in Deutschland in den 1970er und 1980er Jahren diskutiert, insbesondere ihre antisemitischen Tendenzen im Zusammenhang mit dem Antizionismus. Es werden zwei bemerkenswerte Anschläge erwähnt: ein Bombenanschlag der Tupamaros im Jahr 1969 auf ein jüdisches Gemeindezentrum in West-Berlin und ein Bombenanschlag in der Nähe von Budapest im Jahr 1991 auf einen Bus mit sowjetischen Juden, die nach Israel reisten. Beide Vorfälle verursachten keine Opfer, betonen aber die ideologischen Verbindungen zwischen militanten linken Organisationen und palästinensischen Bewegungen. Das Buch "Fluchtpunkt Entebbe" von Jan Gerber untersucht diese Verbindungen und argumentiert, dass das Erbe dieser Ideologie auch heute noch relevant ist, insbesondere in Bezug auf die gegenwärtigen israelisch-palästinensischen Spannungen.

Banken-Run in Russland: Geld lieber im Einmachglas
Der Artikel beschreibt einen erheblichen Abzug von Geld von russischen Banken durch Bürger, angetrieben durch wirtschaftliche Instabilität und Bedenken über staatliche Finanzmisshandlungen. Er hebt die breiteren Auswirkungen dieses Banklaufs hervor und verknüpft ihn mit der andauernden Kriegswirtschaft und der potenziellen Umwandlung von Ersparnissen in staatlich kontrollierte Kriegsanleihen. Der Artikel beschreibt die Abhebungen als eine Form des Protests gegen Präsident Wladimir Putin und schlägt vor, dass sie eine "Abstimmung mit dem Herzen" gegen seine Führung darstellen. Der Artikel verbindet diesen Trend auch mit der wachsenden Unterstützung für rechtsextreme Parteien wie die AfD in Deutschland und betont die Notwendigkeit von Solidarität und zivilgesellschaftlichem Engagement.

Auftakt Frauen-Bundesliga: Courage und Ambitionen
In der Eröffnungsrunde der Frauen-Bundesliga stand Union Berlin gegen Bayern München und verlor 1: 4. Trotz der Niederlage deutete die starke Leistung von Union auf eine potenzielle Wettbewerbsfähigkeit im Titelrennen hin. Der Artikel stellt fest, dass der Sieg von Bayern die Hoffnungen auf eine spannende Meisterschaft gedämpft hat, da frühere Top-Teams wie Wolfsburg und Eintracht Frankfurt in europäischen Wettbewerben durchweg gut platziert waren. Union zielt darauf ab, sich einen Top-Fünf-Platz zu sichern, wobei Trainerin Marie-Louise eine auf Besitz basierende Eta-Strategie anwendet.

Turn-EM und Ukrainekrieg: Frostige Stimmung
Der Artikel beschreibt die emotionalen und politischen Spannungen bei den European Men's Artistic Gymnastics Championships (Turn-EM), bei denen zwei Athleten ukrainischer Abstammung und ein Russe im Gewölbefinale antraten. Die Veranstaltung hob die anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in die Ukraine seit Februar 2022 hervor, insbesondere auf Athleten wie Ilia Kovtun, der aus seiner Heimat geflohen ist und jetzt für Kroatien antritt. Kovtun, der zuvor die Ukraine vertrat, gewann Silber bei den Olympischen Spielen, wurde aber vom ukrainischen Gymnastikverband verweigert, die Nationalmannschaften zu wechseln. Bei der Turn-EM trat er unter der kroatischen Flagge an und gewann Gold im Allround-Wettbewerb, obwohl die Atmosphäre während der Medaillenzeremonie gedämpft war. Die russischen Teilnehmer wurden aufgrund der Sanktionen gegen Russland unter der Abkürzung "GW2" identifiziert, eine Entscheidung, die von der Deutschen Gymnastikföderation beeinflusst wurde.

Mannheim gegen Kaiserslautern: Innenminister und DFB kritisieren Ausschreitungen bei Pokalspiel
Bei einem DFB-Cup-Derby-Spiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern in Mannheim verursachten gewaltsame Fanschläge 85 Verletzte, darunter 35 leicht verletzte Polizisten. Der Deutsche Fußballverband (DFB) kündigte eine Untersuchung der Vorfälle an und betonte, dass gefährliches Verhalten keinen Platz im Fußball hat.

Infrastruktur für Fahrräder: Strampelstadt am Neckar
Der Artikel beschreibt Tübingens Erfolg bei der Förderung der Fahrradinfrastruktur, wobei die beheizte Fahrradbrücke, die ausgedehnten Fahrradwege und die erhöhte Fahrradnutzung hervorgehoben werden.

Krieg in der Ukraine: Lawrow will weiter „zerstören“
Der Artikel diskutiert die Ablehnung einer Waffenruhe im Schwarzen Meer durch Russland und seine Absicht, Angriffe auf Ziele zu intensivieren, die die Kriegsanstrengungen der Ukraine unterstützen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, dass Moskau seine Methoden zur Zerstörung der Infrastruktur, die die militärischen Versorgungslinien der Ukraine aus dem Westen unterstützt, "klar schärfen" würde. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben die Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verstärkt und die globalen Getreidepreise in die Höhe getrieben. Das russische Verteidigungsministerium berichtete über Angriffe auf einen Bahnhof in der Hafenstadt Izmail und zwei Schlepper in der Nähe von Mykolaiv, die angeblich an der Beförderung von Militärgeräten und Treibstoff beteiligt waren. Der Artikel erwähnt auch das Erfolgspotenzial der rechtsextremen AfD-Partei bei den bevorstehenden Landtagswahlen, betont den wachsenden Einfluss rechter Kräfte und fördert eine Kampagne der Zeitung "taz" zur Unterstützung linker Initiativen der Gemeinschaft.

















