Die Ständeratskommission hat eine parlamentarische Initiative der Waadtländer SP-Politikerin Jessica Jaccoud gebilligt, die die Behörden verpflichten würde, Schusswaffen vorübergehend zu konfiszieren, wenn es zu Konfliktreitungen oder Berichten über häusliche Gewalt kommt. Die Maßnahme zielt darauf ab, in Partnerschaften, insbesondere in akuten Krisen, in denen Waffen unmittelbar zugänglich sind, waffenbedingte Todesfälle zu verhindern. Laut einer Bundesstudie werden die meisten derartigen Verbrechen von älteren Schweizer Männern begangen. Die Kommission verwies auf die erfolgreiche Umsetzung ähnlicher Maßnahmen in Norwegen, wo durch die vorübergehende Entfernung von Militärwaffen aus Hochrisikogebäuden die Zahl der Todesfälle durch Schusswaffen in den Haushalten deutlich zurückgegangen ist. Außerdem unterstützte die Kommission eine weitere Initiative von SVP/SO-Mitglied Rémy Wyssmann, die darauf abzielte, durch verstärkte rechtliche Maßnahmen weitere Verbrechen bekannter Serienstraftäter zu verhindern.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird die vorgeschlagene Gesetzgebung als vorbeugende Maßnahme gegen Waffengewalt im häuslichen Umfeld dargestellt und die Notwendigkeit einer strengeren Kontrolle von Schusswaffen während von Konflikten betont. Sie hebt den Erfolg ähnlicher Politiken in Norwegen hervor und unterstützt Initiativen, die sowohl gegen häusliche Gewalt als auch gegen sexuelle Ausbeutung gerichtet sind (





