Die Trump Media & Technology Group, das Unternehmen, das vom ehemaligen Präsidenten Donald Trump kontrolliert wird, steht vor einer Bundesklage wegen seines Plans, den frühen Zugriff auf die Truth Social-Posts des Präsidenten für bis zu 100.000 US-Dollar pro Monat zu verkaufen.
Die Klage wurde von The Intercept und der Freedom of the Press Foundation eingereicht, zusammen mit der rechtlichen Unterstützung von Citizens for Responsibility and Ethics in Washington (CREW), der Media Freedom & Information Access Clinic der Yale Law School und dem Public Integrity Project Fund. Die Klage behauptet, dass die Truth API des Präsidenten, ein Echtzeit-Datenfeed seiner und seiner Top-Berater in den sozialen Medien, einen unfairen Vorteil für diejenigen schafft, die es sich leisten können, für einen schnelleren Zugriff zu bezahlen. Dadurch wird angeblich gegen die First Amendment Rechte von Journalisten und der Öffentlichkeit verstoßen, gleichberechtigten Zugang zu offiziellen Kommunikationen zu erhalten.
Das Kernargument konzentriert sich auf die Vorstellung, dass der Präsident nicht von seinen öffentlichen Äußerungen profitieren darf, insbesondere von solchen, die die Finanzmärkte beeinflussen könnten. Die Kläger argumentieren, dass ein solches System gewöhnlichen Bürgern und nicht zahlenden Journalisten den gleichen Zugang zu kritischen Informationen verweigert wie denen, die es sich leisten können, zu zahlen.
Er stellte fest, dass der Dienst mit bestehenden Modellen übereinstimmt, die von Technologie- und Finanzunternehmen genutzt werden, und dass er einen strategischen Schritt darstellt, um wiederkehrende Einnahmen für das Unternehmen zu generieren. McGurn bemerkte auch, dass der Dienst in seinen "frühen Innings" ist, obwohl er bestätigte, dass das Unternehmen seit seiner Einführung Ende Juli bereits mehr als 10 Kundenvereinbarungen abgeschlossen hat. Trotz dieser Zusicherungen argumentieren Kritiker, darunter demokratische Gesetzgeber und Medienwachen, dass der Plan grundlegend fehlerhaft ist.
Die Klage betont, dass der Eigentumsanteil des Präsidenten, der Anfang 2025 ursprünglich auf 4 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde, aufgrund der schlechten finanziellen Leistung des Unternehmens auf etwa 1 Milliarde US-Dollar gesunken ist. 1 Million Nettoverlust im zweiten Quartal 2026, was den prekären Zustand des Geschäfts unterstreicht. Die Kontroverse um die Truth API hat Vergleiche mit früheren Fällen herbeigeführt, in denen die Trump-Administration die Finanzmärkte durch politische Aktionen beeinflusst hat. Zum Beispiel führte die Unterstützung des Präsidenten für die Kryptowährungsindustrie im März 2026 zu einem Anstieg der entsprechenden Aktienkurse, einschließlich Gewinne für Unternehmen wie Citigroup und Palantir.
Kritiker argumentieren, dass dieses Muster auf einen breiteren Trend hindeutet, öffentliche Ämter zu nutzen, um Märkte für persönlichen und Unternehmensgewinn zu manipulieren. Rechtsexperten warnen, dass der Fall einen Präzedenzfall hinsichtlich der Grenzen der Macht des Präsidenten in Bezug auf öffentliche Informationen schaffen könnte.
Die Aktien von Trump Media haben im vergangenen Jahr rund 49% ihres Wertes verloren, was die Skepsis der Investoren gegenüber der Lebensfähigkeit des Geschäftsmodells des Unternehmens widerspiegelt.
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