Die Erdbeben in Kolumbien haben am Montag mehr als 45.000 Häuser beschädigt, über 1.600 Schulen wurden beschädigt und 180 Krankenhäuser leiden unter schweren Infrastrukturstörungen. Trotz des Lebens mit Erdbeben erfüllen viele Bauwerke im Land nicht die Standards für seismische Widerstandsfähigkeit. Daten, die von La Silla Vacía überprüft wurden, zeigen, dass die Gebäudedichte in Gebieten wie Bogotá, Antioquia und Valle, einem der am stärksten betroffenen Departements, konzentriert ist. In Chocó, dem Epizentrum der Katastrophe, fehlen 75 Prozent der Gebäude Maßnahmen, um Erdbeben dieser Stärke zu widerstehen.
Diese Zahlen unterstreichen sowohl das Ausmaß der Zerstörung als auch die immense Herausforderung, die vor uns liegt. Die Regierung hat als Reaktion auf die Krise einen wirtschaftlichen Notstand ausgerufen. Die Auswirkungen des Erdbebens waren in mehreren Regionen mit unterschiedlichem Schadensgrad zu spüren. In einigen Teilen des Landes, insbesondere in städtischen Zentren, führte der Einsturz von Strukturen zu sofortiger Vertreibung und Verlust von Menschenleben. Die Rettungsdienste berichteten, dass viele Gebäude zwar schwer beschädigt wurden, aber in bestimmten Gebieten, insbesondere in Armenien, keiner vollständig einstürzte. Dieser Kontrast unterstreicht die Bedeutung moderner Baupraktiken und Nachrüstungsbemühungen.
Die Stadt Armenien, die 1999 katastrophale Verluste erlitt, schaffte es, ähnliche Ergebnisse während des Erdbebens dieser Woche aufgrund verbesserter Bauvorschriften und Wiederaufbauanstrengungen nach der früheren Katastrophe zu vermeiden. Experten des Geologischen Dienstes erklären, dass das jüngste Erdbeben im Vergleich zu den vorherigen intensiver und länger war. Während Venezuela, Spanien und Indonesien auch großen Erschütterungen ausgesetzt waren, liegt der Fokus weiterhin darauf, wie man Personen in Gebäuden während solcher Ereignisse am besten schützt. Eine weithin diskutierte Methode ist das sogenannte "Lebensdreieck", das vorschlägt, in der Nähe von robusten Objekten Schutz zu finden, um einen Schutzraum zu schaffen.
Die USGS betont, dass die Flucht aus einem Gebäude während eines Erdbebens die Exposition gegenüber Gefahren wie herunterfallendem Glas, schweren Gegenständen und strukturellen Elementen erhöhen kann. Die Behörden in Bogotá haben diese Richtlinien verstärkt und empfehlen, während eines Erdbebens nicht in Richtung Treppen zu eilen oder Aufzüge zu benutzen.
Das Verletzungsrisiko steigt erheblich, wenn Menschen versuchen, schnell zu evakuieren, insbesondere in mehrstöckigen Gebäuden, in denen die Bewegung durch Korridore gefährlich sein kann. Die Höhe einer Struktur allein bestimmt nicht ihre Sicherheit; vielmehr hängt es davon ab, ob sie seismisch widerstandsfähige Designkriterien erfüllt. Im Gegensatz dazu bietet die Stadt Armenien ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie die Vorbereitung die Auswirkungen von Katastrophen mildern kann. Nachdem sie 1999 ein verheerendes Erdbeben erlebt hatte, das fast 35.000 Häuser zerstörte und 921 Tote hinterließ, unternahm die Stadt umfangreiche Wiederaufbauanstrengungen.
Neue Entwürfe enthielten seismisch widerstandsfähige Materialien und Techniken, die sicherstellten, dass Strukturen zukünftigen Schocks besser standhalten konnten. Trotz der Schwere des jüngsten Erdbebens stürzten keine Gebäude vollständig zusammen und es gingen keine Menschenleben verloren. Ingenieure schreiben dieses Ergebnis den umfassenden Wiederaufbau und den laufenden Wartungsprogrammen der Stadt zu. Lokale Beamte bewerten weiterhin die Situation und führen tägliche Inspektionen von Wohn- und Gewerbeimmobilien, Schulen, Krankenhäusern und religiösen Stätten durch. Über 8664 Gebäude zeigten ein gewisses Maß an Schäden, wobei 80 Evakuierungsanordnungen erforderten. Während einige Strukturen abgerissen werden müssen, bleiben andere für die Belegung sicher.
Einwohner, die die Katastrophe 1999 erlebt haben, erinnern sich an das Trauma, ihre Häuser und Familien zu verlieren, aber sie fühlen sich jetzt erleichtert, da sie wissen, dass die Stadt besser ausgestattet ist, um mit solchen Krisen umzugehen.
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