Fünf Jahre Taliban-Herrschaft, wie sie afghanische Frauen betrogen haben Am 16. August 2021 änderte sich das Schicksal Afghanistans am Flughafen in Kabul dramatisch.
Sie versprachen auch afghanischen Frauen eine Zukunft, indem sie erklärten, dass sie weiterhin zur Schule gehen oder arbeiten könnten und dass sie ein wesentlicher Teil der Gesellschaft seien. Diese am 17. August 2021 abgegebene Erklärung wurde zu einer der frühesten öffentlichen Zusicherungen der neuen Herrscher. Allerdings bezweifelten viele sowohl innerhalb als auch außerhalb Afghanistans, wie ernsthaft die Taliban diese Versprechen einhalten wollten. Diese Formulierung ließ Raum für Interpretationen und bald genug begann sich die Realität der Taliban-Regierung zu offenbaren.
Der Zugang zur Hochschulbildung wurde verweigert, und Mädchen durften nur bis zur sechsten Klasse in die Schule gehen. Frauen durften nicht für humanitäre Organisationen arbeiten, an Sport teilnehmen oder Parks besuchen. Reisen war nur unter der Aufsicht männlicher Verwandter erlaubt. Laut einer aktuellen UN-Umfrage verlässt die Hälfte der afghanischen Frauen ihre Häuser nicht mehr als zweimal im Monat. Die Durchsetzung dieser Einschränkungen variierte erheblich zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. In einigen Städten gingen Frauen immer noch offen ohne Schleier spazieren, während andere sich streng an die Taliban-Kleidungsordnung hielten.
Die deutsch-afghanische Journalistin Nabila Lalee, die Afghanistan in den letzten Jahren mehrfach besucht hat, stellte fest, dass einige Frauen zwar weiterhin arbeiteten, insbesondere diejenigen, die vor 2021 als Ärzte oder Lehrer ausgebildet waren, aber die wirtschaftliche Situation alternative Optionen knapp machte. Sie stellte fest, dass private Kunstkurse in Kabul, wie sie von jungen Frauen besucht wurden, trotz staatlicher Verbote gegen weitere Bildung offen blieben. Trotz dieser Einschränkungen fanden afghanische Frauen Wege, das System zu navigieren. Während die formale Schulbildung über die siebte Klasse hinaus verboten war, schrieben sich einige Studenten in religiösen Schulen ein, die oft regelmäßigen akademischen Unterricht anboten.
Ob sich dieser informelle Ansatz in naher Zukunft ändern würde, bleibt ungewiss. Wie Lalee erklärte, "bleiben die Vorhersagen über Afghanistan schwierig". "In der Zwischenzeit vertiefte sich die breitere humanitäre Krise. Das Leben der gewöhnlichen Afghanen wurde immer schlimmer". Nadim, ein Vater von zwei Söhnen und einer Tochter, beschrieb den Kampf seiner Familie, um in Afghanistan zu überleben. Nach seiner Rückkehr aus Pakistan kämpfte er darum, eine stabile Beschäftigung zu finden und seine Familie in Armut zu lassen. Sein jüngster Sohn brauchte eine Operation, aber die Kosten waren zu hoch. Seine Tochter, einst eine der besten Schüler in Pakistan, konnte in Afghanistan nicht mehr zur Schule gehen. "Es bricht mir das Herz, in die Augen meiner Tochter zu schauen", sagte er.
Künstler und Aktivisten standen auch vor schweren Herausforderungen. Pomegranate Flower, eine 31-jährige Künstlerin mit Sitz in Kabul, startete ein Bildende Kunstprogramm für Mädchen, nachdem Schulen und Universitäten für weibliche Studenten geschlossen waren. Trotz wiederholter Schließungen und Beschlagnahmungen von Materialien setzte sie ihre Arbeit fort. Einmal wurden alle ihre Kunstmaterialien als Strafe für das Malen von menschlichen Gesichtern beschlagnahmt. Sie hat sie nie wiedergefunden. Für Menschenrechtsverteidiger wie Rasoul, einen ehemaligen Universitätsprofessor und Aktivisten, wurde das Leben unter den Taliban zunehmend gefährlich. Im März 2023 verhaftet, wurde er Verhören, Isolation, Drohungen und körperlichen Missbrauch ausgesetzt. Selbst nach seiner Freilassung war seine Familie in Gefahr.
Im Februar 2025 wurde er erneut festgenommen und verbrachte eine Nacht in Haft, bevor er nach Paris floh. Er setzt seine Interessenvertretung aus dem Ausland fort und ist entschlossen, denen, die in Afghanistan zum Schweigen gebracht werden, eine Stimme zu geben. Während das fünfte Jahr der Taliban-Herrschaft zu Ende geht, bleibt die Situation für afghanische Frauen düster. Ihr Zugang zu Bildung, Beschäftigung und öffentlichem Leben wurde stark eingeschränkt. Während einige es schaffen, einen Anschein von Normalität durch informelle Mittel aufrechtzuerhalten, zeigt die breitere Landschaft wenig Anzeichen einer Verbesserung. Das Versprechen einer besseren Zukunft für afghanische Frauen scheint durch eine starre, restriktive Realität ersetzt worden zu sein.
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