In Kroatien stiegen die Löhne im Jahr 2026 weiter, aber das Tempo verlangsamte sich deutlich. Nach einer Zeit, in der die Arbeitnehmer versuchten, die aufgrund hoher Inflation verlorene Kaufkraft auszugleichen, spiegelt das Lohnwachstum nun zunehmend chronische Arbeitskräftemangel und Änderungen im Lohnsystem des öffentlichen Sektors wider. Der durchschnittliche Nettolohn stieg im vergangenen Jahr um etwa neun Prozent, und die meisten Mitarbeiter erzielten ein reales Lohnwachstum, als sich die Inflation verlangsamte. Seit Anfang dieses Jahres gab es jedoch eine spürbare Verlangsamung der Trends, wobei das reale Lohnwachstum von etwa 6% Anfang 2025 auf nur +2% im April 2026 zurückging. Der durchschnittliche Nettolohn im April betrug 1.552 Euro, mit erheblichen Unterschieden zwischen den Sektoren. Sektoren, die mit Arbeitskräftemangel konfrontiert sind, wie Finanzen, Bau, Handel und Tourismus, erhöhten weiterhin die Löhne, um Sektoren wie Landwirtschaft, Textilindustrie, Herstellung und Teile der arbeitsintensiven Bekleidung anzuziehen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen ausgewogenen Überblick über das Lohnwachstum in den verschiedenen Sektoren in Kroatien, wobei Erhöhungen und Stagnation hervorgehoben werden, ohne offen eine bestimmte politische Haltung zu bevorzugen.




