Gianni Infantino, seit 2016 Präsident der FIFA, steht unter zunehmender Kontrolle wegen seiner Führung und der vorgeschlagenen Reformen innerhalb der Weltfußball-Governance. Die Kontroverse hat sich intensiviert, nachdem die UEFA, Europas Leitungsorgan, den Vorschlag der FIFA abgelehnt hatte, die Eigentumsrechte an wichtigen Turnieren, einschließlich der Weltmeisterschaft, an private Investoren zu übertragen. Dieser Schritt könnte zu einem Boykott aller FIFA-Wettbewerbe durch die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände führen, was sich möglicherweise auf die bevorstehenden Männer- und Frauen-Weltmeisterschaften sowie auf Klubwettbewerbe auswirken könnte.
Der Streit dreht sich um einen Vorschlag von Infantino, ein Unternehmen zu gründen, das die kommerziellen Rechte im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft verwalten würde, wobei die FIFA einen anfänglichen 80%igen Anteil beibehalten würde, während private Investoren 20% halten würden. Die UEFA, angeführt von Präsident Aleksander Čeferin, lehnte diesen Plan entschieden ab und argumentierte, dass eine solche Verschiebung die Natur des internationalen Fußballs grundlegend verändern würde. Sie betonten, dass die Fußball-Weltmeisterschaft ein globales sportliches Erbe ist, das von Spielern, Teams und Fans weltweit geschaffen wurde und nicht als ein finanzieller Vermögenswert behandelt werden sollte, der an private Einrichtungen verkauft werden sollte.
In einer detaillierten Erklärung der UEFA kritisierte Čeferin die Geheimhaltung des Vorschlags und die mangelnde Konsultation mit den Stakeholdern, die seit langem für die Verwaltung des Sports verantwortlich sind. Er beschrieb die Idee als unverantwortlich und als Misserfolg der Führung der FIFA und warnte, dass die Erlaubnis des privaten Eigentums den Interessen der Investoren Vorrang vor der Integrität des Spiels geben würde. Die UEFA erklärte, dass sie einen Boykott von FIFA-Events unterstützen würde, es sei denn, der Vorschlag wurde vollständig zurückgezogen, und die FIFA verpflichtete sich, ihr Management oder ihre Wettbewerbe nie wieder für den privaten Besitz zu öffnen.
Infantinos Vorschlag stieß sofort auf Widerstand der UEFA, die aufgrund ihrer Kontrolle über europäische Wettbewerbe und der Teilnahme ihrer Mitglieder an den WM-Qualifikationsprozessen einen bedeutenden Einfluss auf den globalen Fußball hat. Der potenzielle Boykott könnte die bevorstehenden Qualifikationsspiele für die Frauen-Weltmeisterschaft beeinflussen, die im Oktober beginnen sollen. Die Haltung der UEFA wurde von anderen Fußballbehörden unterstützt, darunter der Präsident des slowenischen Fußballverbands, Radenko Mijatović, der feststellte, dass das Dokument, das den Vorschlag skizzierte, Unklarheiten bezüglich zukünftiger Beziehungen zwischen der FIFA und privaten Partnern enthielt. In der Zwischenzeit steigt der politische Druck gegen Infantino.
Raskin verwies auf frühere Ermittlungen gegen FIFA-Beamte mit Anschuldigungen von Bestechung und Geldwäsche, die 2015 zu Verurteilungen führten. Er beschuldigte die Trump-Administration, diese Fälle abrupt fallen gelassen zu haben und schlug eine mögliche Quid-Pro-Quo-Vereinbarung vor. Raskin hob spezifische Fälle hervor, darunter die Einrichtung eines neuen FIFA-Preises für den Frieden, der Trump im Dezember 2025 verliehen wurde, und die Vermietung von Räumen im Trump Tower während der Weltmeisterschaft. Er schätzte, dass die jährlichen Kosten für einen solchen Raum 600.000 US-Dollar übersteigen könnten, obwohl die FIFA ihn nur 39 Tage benutzte.
Ein weiterer Streitpunkt betrifft die Ticketpreise. Raskin verwies auf Diskrepanzen in den Kosten der WM-Tickets und stellte fest, dass die anfänglichen Preise für das Finale bei 1.550 US-Dollar aufgeführt waren, später jedoch auf 33.000 US-Dollar erhöht wurden. Er argumentierte, dass dies ein Verhalten gegen die Verbraucher darstelle, obwohl die Bundesbehörden unter Trump keine weiteren Ermittlungen durchführten. Lokale Behörden in New York und New Jersey führten eigene Ermittlungen über die Praktiken des Ticketverkaufs durch.
Das Weiße Haus wies Raskins Behauptungen zurück und betonte Trumps Rolle bei der Sicherstellung des Erfolgs der Fußball-Weltmeisterschaft, aber das Problem bleibt ungelöst. Die Situation unterstreicht die zunehmenden Spaltungen innerhalb der globalen Fußball-Governance, wobei die UEFA die Richtung der FIFA in Frage stellt und politische Persönlichkeiten ihre Führung hinterfragen.
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