India Kanoon, eine juristische Datenbankplattform, hat gegen ein Urteil des Obersten Gerichtshofs von Delhi Berufung eingelegt, das das "Recht auf Vergessenwerden" anerkannte, mit dem Argument, dass die Entscheidung die offene Gerechtigkeit untergräbt und willkürliche Standards für die Entfernung personenbezogener Informationen aus Rechtsakten schafft. Die Berufung stellt eine Einzelrichter-Anordnung vom Mai 2026 in Frage, die es Einzelpersonen erlaubt, die Entfernung veralteter oder nicht öffentlich nützlicher Informationen aus Suchmaschinenergebnissen und Gerichtsakten zu beantragen. India Kanoon behauptet, dass das Urteil das Recht auf Privatsphäre mit dem Bedürfnis der Öffentlichkeit nach Zugang zu Rechtsinformationen nicht richtig ausgleicht, und behauptet, dass gerichtliche Aufzeichnungen einer laufenden öffentlichen Funktion dienen und nicht auf Antrag von Einzelpersonen gelöscht werden sollten. Die Plattform betont, dass der Oberste Gerichtshof zwar im Fall Puttaswamy das Recht auf Vergessen anerkannt hat, aber kein "Recht auf Vergessen" im indischen Recht festgelegt hat.
Tendenz-Einschätzung (Konservativ): Der Artikel formuliert die Herausforderung des "Rechts auf Vergessenwerden" als Verteidigung der offenen Justiz und des Zugangs der Öffentlichkeit zu rechtlichen Informationen, die mit den konservativen Werten der Transparenz und der institutionellen Integrität in Einklang stehen.





